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Patrick Seeger zurück nach Lustenau?

Der 27-jährige Flügelstürmer steht bei den Lustenauern auf der Wunschliste. Und auch sonst tut sich einiges in Sachen Kaderplanung bei der Austria.

Hannes Mayer

Als Patrick Seeger im Sommer 2010 nach einem überstandenen Kreuzbandriss auf dem Markt war, wollte ihn Austria-Präsident Hubert Nagel unbedingt zur Austria holen. Seeger trainierte bereits bei den Grün-Weißen mit, doch der damalige Austria-Coach Edi Stöhr lehnte einen Transfer kategorisch ab. Der Wechsel platzte. Stattdessen ging Seeger, der von 2005 bis 2008 bei der Austria gespielt hatte, zum Lokalrivalen FC Lustenau – wo er unter Trainer Hans Kogler aufblühte und nach nur einer Saison für eine Ablösesumme von 80.000 Euro von Altach verpflichtet wurde. Edi Stöhr haben sie bei der Austria vieles verziehen. Dass er 2010 gegen einen Seeger-Transfer war, treibt den Grün-Weißen allerdings noch heute die Zornesröte ins Gesicht. Diesen Fehler könnten die Lustenauer im Sommer nun möglicherweise korrigieren. Trainer Helgi Kolvidsson ist jedenfalls von Seeger total überzeugt. Weil der pfeilschnelle Stürmer perfekt zu seiner Umschaltmannschaft passen würde. In Altach war Seeger unter Adi Hütter unumschränkte Stammkraft, es folgte ein Jahr bei Admira Wacker in der Bundesliga. Dort wurde Seeger von einem Meniskuseinriss ausgebremst. In der aktuellen Saison gelangen dem 27-Jährigen als Teilzeitkraft 13 Torbeteiligungen. Ob die Altacher mit Seeger in der Bundesliga planen, ist unklar – und diese Gunst der Stunde will Lustenau nutzen.

Apropos: Altachs Aufstieg in die Bundesliga interpretieren sie in Lustenau durchaus auch als eine Art Gunst der Stunde. Weil eben mit Altach der finanzstärkste Konkurrent wegfällt. Wacker Innsbruck geht zwar ebenfalls mit einem stolzen Budget von 4,3 Millionen in die Erste Liga. Aber erstens fließt hiervon eine Million ins Stadion, und zweitens ist noch längst nicht klar, ob die Innsbrucker überhaupt den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Admiras Lizenz hängt am seidenen Faden. Sollten die Nieder­österreicher keine Lizenz erhalten, bekämen sie auch keine Spielerlaubnis für die Erste Liga – was bedeuten würde: Es gäbe keinen Bundesliga-Absteiger, mit dem sich die Austria herumschlagen müsste.

So oder so. Altachs Aufstieg kann in letzter Konsequenz sogar ein Vorteil für die Grün-Weißen sein, den sie mit gezielten Transfers nützen wollen. Wunschspieler Marco Sahanek steht jedenfalls dicht vor der Vertragsunterzeichnung bei der Austria. Der Manager des Flügelspielers weilt in den nächsten Tagen in Lustenau. Sahanek gelangen in dieser Saison bei Horn 27 Torbeteiligungen in 35 Spielen. Und auch beim 1,90-Meter-großen Stürmer Alexander Aschauer sieht es mittlerweile so aus, als ob ein Transfer klappen würde. Der Transfer stand kurzzeitig aus privaten Gründen auf der Kippe, jetzt dürfte alles schnell gehen. Wie auch beim brasilianischen Spielmacher Heleno Tafarel. Der weilt ab Montag für ein Probetraining in Lustenau und kommt mit vielen Vorschusslorbeeren im Gepäck an. Das Probetraining bereits hinter sich hat Verteidiger Martin Kreuzriegler (BW Linz). Der 20-Jährige wusste zu überzeugen.

Ja, in Lustenau fühlen sie sich vom Aufstieg von Altach herausgefordert. Da kommt der 5:0-Derbysieg gerade recht. Für das eigene Selbstverständnis, für die Fans und eben auch, um die Wunschspieler von einem Wechsel nach Lustenau zu überzeugen. Und wer weiß: Vielleicht ist ja Patrick Seeger am Ende unter ihnen.

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