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Siegtreffer fünf Sekunden vor dem Ende

Der HC Hard erkämpft sich in einem unglaublich spannenden Spiel in Krems einen 28:27-Sieg und steht erneut im HLA-Finale.

michael prock

Es herrscht Stille in der Kremser Sporthalle. Uhrzeit: 21.55 Uhr. Zwar liegt sich auf dem Feld die Mannschaft in den weißen Trikots in den Armen, singt und tanzt, und ein paar Zuschauer in roten Trikots klatschen auf der Tribüne, aber es ist so leise, wie am ganzen Abend nicht. Der HC Hard hat soeben Krems mit 28:27 aus dem Bewerb geschossen und steht im Finale. Und während die Roten Teufel feiern, haben die Kremser Spieler und Fans noch nicht realisiert, wie sie dieses Spiel noch aus der Hand geben konnten. Die Wachauer sind 59 Minuten und 55 Sekunden lang nie im Rückstand. Dann kommt Michael Knauth …

Die Ausgangslage vor der Partie ist klar. Hard kann, Krems muss gewinnen. Das Hinspiel entschieden die Harder nach langem Rückstand noch für sich.

Das Rückspiel beginnt ähnlich. Angeführt von einem überragenden Mihal Sheybal im Tor bringen die Kremser den Harder Angriff ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Doch schon das Chancen-
kreieren an sich fällt Kozima und Co. schwer. Die Kremser Deckung steht gut. Hard versucht es mit Einzelaktionen, die meistens mit Fouls gestoppt werden. Ebenfalls wie in Hard: Die eigene Deckung klappt nicht perfekt, die Hintermannschaft bekommt die Kremser Kreuzungen vor dem Kreis einfach nicht in den Griff. So erspielen sich die Wachauer schnell einen Vorsprung, der nur selten auf ein Tor schmilzt, meistens zwei bis drei Tore beträgt.

Wieder analog zum Hinspiel: Erst Mitte der zweiten Halbzeit beginnt der Meister, aggressiver zu Werke zu gehen. Doch Krems hält dagegen, baut den Vorsprung acht Minuten vor dem Ende wieder auf drei Tore aus.

Dann wird’s richtig spannend. Beim Stand von 27:25 für die Gastgeber erhält deren Tobias Schopf in der 57. Minute eine Zeitstrafe, den anschließenden Siebenmeter für Hard setzt Gerald Zeiner allerdings übers Tor. Eine Minute später verkürzt Marko Tanaskovic auf 26:27. 58 Minuten und 56 Sekunden gespielt: Ein Harder Angriff endet an der Stange, der Ball kullert in Richtung Siebenmeter-Punkt. Kremisir Kozima reagiert am schnellsten, wirft sich in den Kreis und rettet die Kugel über die Linie. Ausgleich! 59 Minuten und 55 Sekunden. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff. Krems trifft nicht, Hard baut langsam auf. Zack, zack, zack. Drei schnelle Pässe, plötzlich steht Michael Knauth frei – und trifft. Erstmals in diesem Spiel gehen die Harder in Führung. Es reicht, Hard steht im Finale, jubelt und feiert. Krems kann es nicht fassen.

Eine Erfolgsmeldung hatten die Harder auch abseits des Parketts parat. Der 19-jährige Kreisläufer Lukas Herburger bleibt den Roten Teufeln zwei weitere Jahre erhalten.

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