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Furiose Emser haben ihr „Finale dahoam“

Der VfB Hohenems steht nach einem wahren Pokalkrimi im VFV-Cup-Endspiel. Bizau gab einen 3:1-Vorsprung aus der Hand.

Emanuel Walser

Wenn zwei Teams, die sich in vergangenen Monaten das Verlieren abgewöhnt haben, im VFV-Cup-Halbfinale aufeinandertreffen, können taktisches Kalkül und Vorsicht schon mal an der breiten Brust zerschellen. Und so war der Vergleich zwischen Landesliga-Tabellenführer Hohenems und Vorarberliga-Dominator Bizau von der ersten Minute an nichts weniger als ein Offensivspektakel. Den Auftakt zu einem Match ohne Versicherungsklauseln machten die Emser in persona von Marco Feurstein, der erst Gäste-Keeper Benjamin Sohler austeigen ließ, um dann mit ansehen zu müssen, wie Bizau-Kapitän Dominik Helbock das Leder von der Linie kratzte (7.). Lange musste sich die Heimelf allerdings nicht grämen, denn schon eine Minute später durfte kollektiv gejubelt werden. Adrian Cimpean nahm aus 16 Metern Maß und ließ das Netz der Bizauer zappeln. Für den Rumänen war es ein Pyrrhussieg, musste er doch seinen Treffer mit einer Verletzung büßen und ausgewechselt werden.

Und Bizau? Die Wälder zeigten in Folge, wieso sie nächstes Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Regionalligapunkte kämpfen werden, zogen das Tempo an und packten die Spielkultur aus. Eine Investition mit hoher Rendite: Ganze fünf Minuten genügten ihnen zu Kurskorrektur – durch Treffer von Rene Fink (14.), Tomasz Pekala (17., Elfmeter) und Pius Simma (19.) stellten sie mühelos von 0:1 auf 3:1. Als zu allem Überdruss die Hohenemser mit Manuel Dolischka gar noch einen zweiten Mann verletzungsbedingt verloren, schien nicht nur das Momentum gekippt, sondern gar das Spiel endgültig verloren.

Emser Comeback

Doch wer so dachte, hatte die Rechnung ohne den Gastgeber gemacht. Statt die weiße Fahne zu hießen bliesen die Emser fortan zu Attacke. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde so viel Courage reich entlohnt: In der 42. Spielminute war Feuerstein von Helbock im Strafraum nur regelwidrig am Torerfolg zu hindern – ein klassischer Fall von Doppelbestrafung also. Und da Schiedsrichter Bogoljub Macanovic getreu dem Regelwerk Helbock wegen Notbremse vom Platz stellte und Johannes Klammer den Elfer verwandelten kam‘s auch zu einer solchen. Sekunden vor Halbzeitpfiff verwandelte sich das Herrenriedstadion endgültig in ein Tollhaus – Emersons 3:3 machte es möglich.

Der zweiten Hälfte knapper Plot: Hohenems erspielte sich numerischer Überlegenheit Chancen en masse, Tore resultierten daraus aber keine. Musste also eine Entscheidung im Elfmeterschießen her. Aus diesem ging letztlich nicht nur ein glücklicher, sondern auch ein verdienter Sieger hervor: der VfB Hohenems. Der Traum vom „Finale dahoam“ ist Realität geworden. In diesem wartet am 4. Juni der FC Dornbirn.

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