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Nerven versagten Benfica den Dienst

Der FC Sevilla holte sich durch ein 4:2 im Elfmeterschießen die Europa League. Und Benfica Lissabon setzt den Fluch fort.

Da lagen sie, dahingestreckt von mehr als 120 aufreibenden Minuten. Sie konnten ihn nicht mehr erwarten, den erlösenden Schlusspfiff, der jedoch noch nicht das Ende bedeutete. Die Spieler von Benfica Lissabon und FC Sevilla waren im Endspiel der Europa League in Turin am Finale ihrer Kräfte. Aber weil kein Tor gefallen war, musste die Siegerfrage im Elferschießen gestellt werden. Und hier versagten den Portugiesen völlig die Nerven, Sevilla holte den Pokal. Benfica scheiterte zum achten Mal in Folge in einem Finale. Der Fluch vom einstigen Trainer Bela Guttmann hat weiter Bestand.

Nervosität

Ein Portugiese machte die Hoffnungen seiner Landsleute zunichte, denn Sevillas Tormann Beto hielt die schwach geschossenen Elfer von Cardozo und Rodrigo. Allerdings war er bei Cardozos unzulänglichem Versuch dem Schützen verbotenerweise einige Meter entgegengekommen. Der Elfer hätte eigentlich wiederholt werden müssen. Das Spiel war lange Zeit geprägt von Nervosität, die sich in mangelnder Präzision bei den Pässen und fehlender Konzentration beim Tor-Abschluss niederschlug. Der FC Sevilla fiel in der Anfangsphase durch ein paar grobe Fouls auf, was sich aber in weiterer Folge nicht als Standard für dieses Finale herausstellte.

In der zweiten Hälfte erhöhte sich die Geschwindigkeit der Partie, wofür in erster Linie die gesteigerte Intensität der Angriffe von Benfica verantwortlich zeichnete. Die Lissabonner hätten nach der Pause in Führung gehen müssen, aber allein schon Lima setzte eine alte portugiesische Tradition fort und vergab gleich vier hochkarätige Chancen, verursacht vor allem durch die Unentschlossenheit des Stürmers und die allgemeine Hektik vor dem Tor. Die Andalusier wirkten bei gelegentlichen Gegenstößen durchaus gefährlich, doch Benfica bestimmte den Rhythmus.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Portugiesen Chelsea im Griff und das Finale dennoch verloren. Und auch diesmal sollte es nicht anders kommen. Der FC Sevilla, im vorigen Jahr Neunter der spanischen Meisterschaft, ist Europa-League-Sieger. Somit steht fest, dass die Spanier beide Europa-Titel holen.

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