Eric Orie wird ein Grüner

Neues Personal beim EHC Lustenau. Der INL-Klub nimmt erstmals einen Geschäftsführer unter Vertrag, und dieser hat einen bekannten Namen: Eric Orie.

MICHAEL PROCK

Der Name Eric Orie ist unweigerlich mit dem FC Lustenau verbunden. Er war Spieler, Spielertrainer, Trainer und Sportdirektor und wird den Blau-Weißen wohl ewig verbunden bleiben. Dass Ories Brust mal ein Grünes Vereinswappen ziert – undenkbar. Doch nun ist es passiert. Eric Orie wird Geschäftsführer bei einem anderen Lustenauer Verein. Doch keine Angst, liebe FC-Fans, der Niederländer wechselt das Metier. Orie ist der neue Geschäftsführer des EHC Lustenau.

Erstmals in der Geschichte

Es ist ein Novum für den INL-Klub aus der Stickergemeinde. Erstmals in der Vereinsgeschichte leitet ein hauptamtlicher Geschäftsführer die Geschicke der Löwen. Dass es mit Eric Orie ein Fußballexperte wird, bringt der Sache zusätzlichen Reiz. Ein Fußballer im Eishockeysport? Kann das gut gehen? Für EHC-Urgestein Herbert Oberscheider sehr wohl: „Orie ist ein Sportfachmann und kennt das Business. Ich denke, dass ein Quereinsteiger große Chancen bringt, einer wie Eric Orie sowieso.“

Der neue Mann sieht das ähnlich: „Der EHC Lustenau gehört zu den zehn Top-Vereinen des Landes. Es ist eine spannende Aufgabe, diesen Verein weiterzuentwickeln und zu begleiten.“ In die sportlichen Belange mische er sich allerdings nicht ein: „Es ist schon ein komisches Gefühl, Eisfläche statt Rasen zu betreten. Aber ich bin mir sicher, dass mir unser Coach Timo Keppo schnell die Grundkenntnisse des Sports näherbringen wird. Meine Aufgaben liegen aber im organisatorischen Bereich.“

Lange Gespräche

Schnellschuss sei die Verpflichtung Ories keiner gewesen, die erste Kontaktaufnahme soll schon einige Wochen her sein. „Wir haben uns oft und lange unterhalten. Irgendwann hat’s dann gefunkt und wir wussten, das passt“, erzählt der Niederländer.

Ories Hauptaufgabe ist, neben der Strukturierung des Vereins, die Sponsoren-Akquisition und Betreuung. Dies sei bisher ehrenamtlich nur in der Freizeit geschehen und soll durch einen Vollzeit-Angestellten ein Stück professioneller werden. So ein Geschäftsführer kostet natürlich auch Geld, das es jetzt aufzutreiben gilt. Allerdings stellt Oberscheider klar: „Wir sind nicht blauäugig an die Sache ran.“ Trotz des nächsten Schrittes in Richtung Professionalität, die sportliche Zukunft sieht er in der Inter-National-League, die EBEL sei derzeit kein Thema. Die Lustenauer begreifen sich als Kaderschmiede und die INL als Sprungbrett in die Bundesliga.

Bezüglich Transfers hat Oberscheider auch noch Neuigkeiten zu berichten. So soll der EHC kurz vor der Einigung mit einem Torhüter stehen. Es tut sich einiges in Lustenau.

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