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106 Plätze für Rückkehr an die Spitze

Die US-Tennisspieler beherrschten einst die Courts dieser Welt. Doch jetzt ist es vorbei mit der Herrlichkeit. Mit einem Zentrum mit 106 Plätzen soll die Rückkehr geschafft werden.

ALEXANDER TAGGER

Jimmy Connors, John McEnroe, Pete Sampras, Vitas Gerulaitis, Stan Smith, Andre Agassi, Jim Courier, Andy Roddick, Michael Chang – alles klingende Namen, die für die einstige Dominanz der US-Amerikaner im Herren-Tennis stehen. Die Betonung lastet allerdings auf dem Wörtchen „einst“, denn diese goldenen Zeiten gehören der Vergangenheit an und sind nur noch in Sport-Almanachen nachzuschlagen. In den aktuellen Top 60 der Weltrangliste tummelt sich mit John Isner (ATP-Nr. 11) gerade einmal ein US-Boy – da ist sogar die bescheidene Tennis-Nation Österreich mit Dominic Thiem (58) und Jürgen Melzer (59) derzeit stärker vertreten. Zudem kann die Alpenrepublik dank Thiem auf die momentan heißeste Aktie im Tennis-Zirkus verweisen – ein US-amerikanisches Pendant ist hingegen weit und breit nicht zu orten.

Ein Zustand, der für den amerikanischen Verband USTA, der wie alle anderen Grand-Slam-Nationen alleine dank des Gewinns durch die US Open jährlich Millionen an Dollars scheffelt, nicht länger tragbar ist. Um die alte Weltordnung im „Weißen Sport“ wieder herzustellen, starten die Amerikaner einen Großangriff.

Riesiges Zentrum

Das Schlachtschiff soll eine neue Tennis-Heimat in den USA bilden. Ein riesiges Tenniszentrum, das bis Ende 2016 in Lake Nona nahe Orlando errichtet wird. Und riesig bedeutet in diesem Fall tatsächlich riesig, soll die künftige Anlage in Florida doch über 106 Plätze verfügen.

Kostenvoranschlag für das Mega-Projekt, das sich über 25 Hektar Land erstrecken wird: satte 43,81 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das ÖTV-Zentrum Südstadt serviert 18 Plätze (13 Sand, fünf Hardcourt).

Dass die Wahl auf Florida gefallen ist (das USTA-Hauptquartier bleibt aber in New York), überrascht nicht, kann man im Sonnenstaat doch das ganze Jahr über im Freien das Racket schwingen. Insgesamt werden für Spieler aller Klassen 44 Hartplätze, 40 Sandplätze (32 mit grüner, acht mit roter Asche), sechs Indoor-Courts sowie 16 kleinere Plätze für Kinder entstehen. Der Grundstein für einen Wiederaufstieg der einstigen Tennis-Großmacht scheint mit diesem Zentrum gelegt zu sein. Bleibt nur die Frage, ob dieser Vorteil von der US-Jugend auch angenommen wird. Denn es ist kein Geheimnis, dass der Tennissport in den USA längst nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

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