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Mit Susi Moll in den Ötztaler Alpen

Nach einer anstrengen­den Saison belohnte sich Susanne Moll mit einer Tourenwoche durch die Ötztaler Alpen, wo sie die Ruhe und Beschaulichkeit abseits des Rennzirkus’ genoss.

Elisabeth Maier

Während andere bereits das zarte Grün und Bunt des Frühlings genießen und vielleicht schon vom Freibad träumen, wollte Susanne Moll den Winter noch nicht ganz ziehen lassen. Deshalb begab sie sich zusammen mit ihrem Bruder Bernhard Moll und dem befreundeten Fotografen Matthias Weissengruber in die Ötztaler Alpen, um noch einmal ganz in die Welt aus Schnee und Eis einzutauchen. Doch während sich in ihrem Alltag sonst alles um Schnelligkeit und Taktik dreht, konnte sie nun eine Woche lang in die Stille der Berge eintauchen und „einen Gang runter schalten“. Außerdem tauschte sie ihr geliebtes Snowboard gegen ein Paar Skier, wobei sich herausstellte, dass sie auch auf zwei Brettern eine sehr gute Figur macht. Kundig geführt von einem einheimischen Guide bestieg das Trio fünf Gipfel, darunter auch die Ötztaler Wildspitze (3774 m), den zweithöchs­ten Berg Österreichs. „Der anstrengende und sehr anspruchsvolle Aufstieg auf die Wildspitze wurde mit einem unbeschreiblichen Gipfelerlebnis belohnt. Und danach ging es über 1800 Höhenmeter auf größtenteils unberührten Hängen ins Tal“, schwärmt Susanne Moll.

Schnarcher unerwünscht

Bei ihrer Tour von Hütte zu Hütte wurde kein Gipfel ausgelassen, auch wenn das Wetterglück nicht immer ganz auf ihrer Seite war. „An zwei Tagen herrschte dichter Nebel. Viele Tourengeher mussten auf der Hütte auf besseres Wetter warten. Doch wir hatten glücklicherweise einen Guide, der das Gebiet wie seine Westentasche kannte“, berichtet Moll. Letzterer riet ihnen bereits im Vorfeld, so wenig Gepäck wie möglich mitzutragen. Denn in dieser Höhe spürt man bekanntlich jedes zusätzliche Kilo doppelt. Außerdem waren immer wieder Passagen mit Steigeisen zu überwinden, wobei die Skier am Rucksack befestig wurden und eine zusätzliche Last darstellten. Doch dank des harten Trainings vor und während der Rennsaison konnte sich Susi keineswegs über mangelnde Kondition beschweren. Dennoch: „Ich bin manchmal schon kurz an meine körperlichen Grenzen gestoßen. Doch meinen inneren Schweinehund habe ich dann doch immer besiegen können“, sagt Moll lachend. Außerdem gab es anschließend auf der Hütte Entspannung genug – und Apfelstrudel mit Sahne. Eine Unterkunft wartete auf über 2800 m sogar mit einer Sauna auf. Und da die Schnarcher gebeten wurden, separat zu schlafen, waren auch die Nächte im Matratzenlager recht erholsam.

Doch am Ende ihrer Tourenwoche musste sich nun auch Susi Moll vom Winter verabschieden – zumindest bis September, denn da beginnt bereits wieder das Gletschertraining für die kommende Saison. Doch ganz so schwer kann ihr der Abschied nicht gefallen sein. Ein paar Tage darauf startete sie ein wahres Kontrastprogramm: drei Wochen Thailand mit Sonne, Strand und Meer. Auch nicht schlecht.

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