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1:2 verloren, doch wen juckt’s?

Trotz 0:2-Rückstands und Unterzahl zeigten die Altacher zum Saisonabschluss noch einmal große Moral. Mattersburg gewann dennoch mit 2:1.

Ihr Team aus Altach:
Emanuel Walser, Michael Prock, Günther Böhler

angesichts der Meisterteller-Übergabe und des auch sonst recht üppig gestalteten Rahmenprogramms hätte das sportliche Geschehen durchaus in den Hintergrund rücken können. Das dem ­gestern Abend im Altacher Schnabelholz nicht so war, lag nicht zuletzt an den abstiegsbedrohten Gästen aus Mattersburg, die ihren sportlichen Existenzkampf von der ersten Minute weg mit den Messern zwischen den Zähnen austrugen. Die erste Topchance des Spiels hatten freilich die Hauherren: Patrick Seeger wurde im gegnerischen Strafraum freigespielt, machte mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck eigentlich alles richtig und musste dennoch mitansehen, wie der Ball vom linken zum rechten Innenpfos­ten und schließlich aus dem Tor sprang.

In der Folge war den Altachern allerdings anzusehen, dass ihnen der Meistertitel seit gut drei Wochen sicher ist – es fehlte schlicht die Konzentration. Die Rechnung für die Fehler im Spielaufbau bekamen die Rheindörfler denn auch umgehend präsentiert: Nach einem unnötigen Ballverlust fand der Ball den Weg zu Mattersburgs Alois Höller, der aus 16 Metern Maß nahm und das Leder via Unterkante der Latte ins Tor schlenzte (22.). Der Rückstand war noch kaum verarbeitet, da trübte schon der nächste Gegentreffer die Altacher Meisterlaune. Nach einem Foul an der Strafraumgrenze packte Lukas Rath die linke Klebe aus und wie schon Minuten davor fand der Ball mittels Latte den Weg ins Gehäuse – der Fußballgott schien am gestrigen Abend wohl Mattersburger zu sein.

Altach zeigt Charakter

Als schließlich noch Seeger nach etwas überambitioniertem Einsteigen mit Gelb-Rot den Weg in die Kabine antreten musste, drohte der sportliche Teil der Meisterparty dann endgültig zum Stimmungskiller zu werden. Doch Canadi-Elf wäre nicht Meister geworden, würde es den Spielern an Charakter fehlen. Und so spielten fortan zehn Altacher elf Mattersburger teilweise an die Wand und hätten sich schon vor der Pause nach einem Kopfball von Felix Roth (43.) den Anschlusstreffer verdient gehabt.

Kurz nach Seitenwechsel war’s dann aber so weit: Eine Koproduktion der eingewechselten Ismael Tajouri und Louis Mahop vollendete der Kameruner per Direktabnahme zum 1:2. Chancen auf ein Happy End hatten die Rheindörfler bis zum Schlusspfiff noch en masse – allein, es wollte nicht sein. Doch das es letztlich beim 1:2 blieb, war gestern wirklich nur von statistischem Interesse.

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