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Vorarlberg bekommt einen Bikepark

Der Sommer im Land wird attraktiver. In Bürserberg entsteht der erste Bikepark des Landes. Er soll Touristen in die Hotelbetten und Interessierte auf die Bikes bringen.

MICHAEL PROCK

Am Anfang stand eine Vision. Eine Vision, dass die Downhillbiker des Landes nicht mehr Hunderte Kilometer zur nächsten Strecke fahren müssen. Eine Vision, dass jedem Interessierten diese Sportart im Land nähergebracht werden kann. Eine Vision, dass sich die weltbesten UCI-Downhillbiker in Vorarl­berg ein Stelldichein geben. Drei Jahre ist die Vision von Philipp Kettner, Michael Marte und Christian Speckle alt. Nun wird sie Realität. In Bürserberg im Brandnertal entsteht Vorarl­bergs erster Bikepark. Er soll noch dieses Jahr eröffnet werden.

Mountain Movement nennt sich die Firma der drei Protagonisten, die extra für den Betrieb des neuen Bikeparks gegründet wurde. Eigentümer des Parks sind die Bergbahnen Brandnertal, welche durch Kapitalaufstockungen der Gemeinde und der Region unterstützt wurden. Nicht ohne Hintergedanken: Der Bikepark soll helfen, den Seilbahnbetrieb auch im Sommer zumindest kostendeckend zu gestalten.

Ein Anliegen, dass nicht nur Bürserbergs Bürgermeis­ter Fridolin Plaickner wichtig war, sondern der gesamten Gemeinde, wie er betont: „Ich bin stolz, dass die Gemeindevertretung einstimmig zugestimmt hat.“ Schon einige Firmen seien an ihn mit der Frage nach einem Erlebnistag herangetreten: „Aber kein Rafting oder Flying-Fox, das haben wir schon 20-Mal gemacht“, schildert Plaickner eine Anfrage. Doch Tagesgäste sind nicht die einzige Zielgruppe. Kerstin Biedermann-Smith, Geschäftsführerin der Alpenregion Bludenz, erhofft sich einen kräftigen Übernachtungs-Schub für den Sommer: „Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem Übernachtungsplus von 15 Prozent.“

Eine Strecke für alle

Weitaus emotionaler betrachtet das Trio von Mountain Movement das Projekt. Kettner etwa: „Es macht mich stolz, dass die stundenlange Fahrerei für viele hundert Mountainbike-Begeisterte im Land bald der Vergangenheit angehören wird.“ Es soll ein Park für alle werden. Sprich: Es gibt eine schwarze Piste für die Profis mit steilen Hängen, viel Wurzeln und hohen Sprüngen. Auf ihr sollen internationale Bewerbe – im Idealfall ein UCI-Rennen – möglich sein. Daneben entsteht eine rote Piste mit bis zu zwölf Prozent Steigung, die für Fortgeschrittene empfohlen wird. Und als Herzstück ist eine lange blaue Strecke geplant, die zwar anspruchsvolle Hindernisse enthält, welche aber umfahren werden können. „So kann es jeder Interessierte ausprobieren“, erklärt Kettner. Zudem entsteht ein Geschäft mit Ersatzteilen, Zubehör und Leih-Bikes. Außerdem werden Kurse und Schulungen mit ausgebildeten und geprüften Bikeguides angeboten. Und für alle Ungeduldigen die gute Nachricht: Noch diesen Sommer soll der Bikepark eröffnet werden. Der Spatenstich ist bereits erfolgt, erste Teile der Strecke sind schon gebaut. Veranwortlich dafür zeigt sich Rafael Rhyner von der Firma Trailworks, der auch die Weltcupstrecke in Lenzerheide entworfen hat.

Alle Beteiligten sind vom Projekt voll überzeugt. Bürgermeister Plaickner setzt sogar die Gesetze der Mathematik außer Kraft: „Ich bin mehr als 100 Prozent überzeugt, dass mit Mountain Movement die richtigen Menschen am Werk sind.“ Vorarlberg ist um eine Attraktion reicher – weil drei Menschen ihrer Vision folgten.

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