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Hittisau stürmt in die 1. Landesklasse

Beim Vorderwald-Derby der 2. Landesklasse zwischen Hittisau und Riefensberg war mit 2:1 nur das Ergebnis knapp, das Spiel eigentlich eine klare Sache.

MICHAEL PROCK

Irgendwann muss auch der treueste Fan resignieren. Beim Vorderwald-Derby zwischen dem FC Hittisau und dem FC Riefensberg dauerte es lange, doch in der 92. Minute entfleuchte auch dem optimistischten Fan unter den Reifensbergern der Satz: „Das wird heute nichts mehr.“ Gastgeber Hittisau feierte einen 2:1-Heimsieg, fixierte den Aufstieg (so gut wie) und minimierte die Riefensberger Chancen auf diesen. 2:1 klingt knapp, es war aber eigentlich eine glasklare Sache auf dem Hittisauer Kunstrasen.

Ungewohnter Ansturm

Die Zutaten für den perfekten Nachmittag: Spitzenspiel (Erster gegen Dritter), Vorderwald-Derby, Sonnenschein. Kein Wunder, dass mehrere hundert Zuschauer den Weg in das Hittisauer Schmuckkästchen fanden. Sogar die Einheimischen staunten: „So viele Zuschauer waren noch nie da“ – um gleich vor ungewohnte Probleme gestellt zu werden: „Sag denen, die sollen oben parken. Hier hat keiner mehr Platz.“ Die Zuschauer wurden für ihr Kommen schnell belohnt. Das Spiel war erst sechs Minuten und eine Diskussion um fehlende Eckfahnen alt, als Werner Heinzle zur 1:0-Führung für die Gäste einnickte.

Schon früh wurde klar, welche Taktik das Spiel bestimmen wird. „Langer Ball“ hallte im Minutentakt über den Kunststoffbelag. Und weil lange Bälle die Riefensberger vor große Probleme stellten, kam Hittisau zu Chancen im Fünf-Minuten-Takt. In der 16. Minute war Gäste-Keeper Mehmet Güner gar schon geschlagen, doch ein Teamkollege kratzte die Kugel von der Linie. So rettete die Mannschaft von Joachim Baur den schmeichelhaften Vorsprung in die Pause. Und schenkte ihn kurz nach Wiederanpfiff her. Eine Verkettung unnötiger Ballverluste und dummer Fouls führte zu einem Freistoß aus gefährlicher Position. Gefährlich, weil Hittisau-Kapitän Mirko Colic den Ruf eines guten Schützen hat. Zu recht, wie er zeigte: Er zirkelte das Leder unhaltbar ins lange Kreuzeck zum verdienten Ausgleich. Plötzlich spielte Hittisau wie ein Tabellenführer, statt langer Bälle war Kombinationsspiel angesagt. Der Lohn kam nur fünf Minuten später, als Sanel Bacic eine Colic-Flanke per Kopf verwertete.

Riefensberg erholte sich nicht mehr. Die Hittisauer waren immer einen Schritt schneller am Ball, spritziger und stärker im Zweikampf. Einzig und allein der dritte Treffer wollte nicht gelingen.

Kurz nachdem auch der letzte Riefensberg-Fan resignierte, war Schluss. Die Spieler in Rot lagen sich in den Armen und feierten. Der Aufstieg ist Colic und Co. nur mehr theoretisch zu nehmen, es darf schon davon ausgegangen werden: Hittisau ist in der 1. Landesklasse.

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