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Mercedes hat noch nicht genug

Mit Nico Rosberg und Lewis Hamilton feiert Mercedes in Monaco den fünften Doppelsieg in Serie und muss sich den Vorwurf anhören, auch noch im Red-Bull-Rennstall zu „wildern“.

Gerald Pototschnig

Es wäre schon sehr überzogen, würde ich jetzt anmerken, dass von fünf Siegen einer kein Doppelsieg war“, sagte Mercedes-Vorstand Dieter Zetsche am Tag vor dem Monaco-Grand-Prix lachend. Zugleich präsentierte Mercedes gemeinsam mit den beiden nahezu unaussprechlichen Herren Datuk Wan Zulkiflee bin Wan Ariffin und Tan Sri Dato Shamsul Azhar Abbas die „auf mehrere Jahre“ ausgedehnte Partnerschaft mit Malaysias Mineralölkonzern Petronas. Und Toto Wolff, Wiener Motorsportchef von Mercedes, mokierte süffisant: „Vier Jahre lang hat ein Team (Anm., Red Bull Racing) alles gewonnen. Jetzt gewinnen wir fünf Rennen und man beklagt sich, die Formel 1 sei langweilig.“

Rosberg führt WM an

Tags darauf siegt Mercedes auch im sechsten Saisonrennen, feiert den fünften Doppelsieg, Nico Rosberg seinen zweiten Sieg hintereinander in Monaco. Er holte sich damit die WM-Führung zurück. Lewis Hamilton, am Vortag im Qualifying ausgerechnet von einem vielleicht nicht ganz „unabsichtlichen“ Ausrutscher des Teamkollegen gestoppt, würdigte Rosberg keines Blickes. Sogar bei der Siegerehrung in der Fürstenloge hielt er einen Meter Abstand. Aber die dicke Luft ist man in der Formel 1 derzeit ja gewöhnt.

Lauda ködert Newey

Denn auch in der „Freundschaft“ zwischen Mercedes und Red Bull (Sebastian Vettel fiel schon nach sechs Runden aus) knistert es nach wie vor gewaltig. Jüngster Vorwurf des Weltmeister-Rennstalls aus Österreich in Richtung der von den Österreichern Niki Lauda und Toto Wolff gelenkten „Silberpfeile“: Sie würden bei Red Bull geradezu wildern, um Personal abzuwerben.

„Mit Fantasiegehältern, die teils das Doppelte über unseren liegen“, sagt Red-Bull-Direktor Helmut Marko. Auch Star-Designer Adrian Newey, mit 20 Titeln Rekordweltmeister der Formel 1, habe von Lauda ein Angebot erhalten. Vier Jahre fuhr Mercedes dem Erfolg hinterher, jetzt ist man auf den Geschmack gekommen und bekommt nicht genug.

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