Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Verhinderte Mafia Olympiavergabe an Salzburg?

Fedor Radmann, Chef der Salzburger Olympiabewerbungsgesellschaft, soll erpresst und schließlich zum Rücktritt gezwungen worden sein.

Die Geschichte klingt wie ein unelegant geschriebener Krimi und soll dennoch einen beträchtlichen Wahrheitsgehalt haben. Bei der gescheiterten Salzburger Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2014 soll die russische Mafia im Spiel gewesen sein.

Im Mittelpunkt stand nach Berichten der „Bild am Sonntag“ sowie den „Salzburger Nachrichten“ Fedor Radmann. Der Chef der Olympiabewerbungsgesellschaft soll von der Mafia erpresst und nach kurzer Amtszeit zu seinem Rücktritt im Jänner 2007 gezwungen worden sein. Sotschi bekam bei der Vergabe in Guatemala den Zuschlag für die Spiele, Salzburg scheiterte. Nach Berichten von „Bild am Sonntag“ soll sich der russische Präsident Wladimir Putin „offenkundig schmutziger Tricks bedient“ haben, um die Spiele nach Russland zu holen. Er habe die Russen-Mafia in Marsch gesetzt. „Über das skrupellose Vorgehen der Russen liegen deutschen Sicherheitsbehörden detaillierte Erkenntnisse vor“, schrieb die deutsche Zeitung und nennt Fakten.

Treffen in München

Demnach haben deutsche Ermittler im Juli 2006 in einem Münchner Restaurant ein Treffen des damaligen außenpolitischen Beraters Putins, Sergej Prichodko, und des Präsidenten des russischen Olympischen Komitees, Leonid Tiagatschew, mit dem Chef der Mafia-Gruppierung „Dragons“ observiert. Dabei wurden Aktenkoffer ausgetauscht. Am 22. Jänner 2007 – nach nur zehn Monaten Amtszeit – hörte Radmann auf, für Salzburg zu arbeiten. Aus gesundheitlichen Gründen hieß es damals.

Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden erinnert sich an ein Vier-Augen-Gespräch mit Radmann vor seinem Ausscheiden. Schaden erzählte: „Radmann hat wortwörtlich gesagt: ,Ich lass mich nicht erpressen‘. Da habe ich große Ohren bekommen. Aber mehr hat Radmann nicht gesagt. Er wirkte sichtlich unter Druck.“ Von der russischen Mafia habe Radmann nicht gesprochen. Dass Radmann möglicherweise erpresst worden sei, sei nicht ganz von der Hand zu weisen, meinte Schaden. Ein hochrangiger Sportfunktionär bestätigte der „Bild am Sonntag“, dass Radmann sich bedroht gefühlt habe. „Er hatte Angst um sein Leben“, wurde der Funktionär zitiert.

Radmann dementiert

Fedor Radmann selbst kann sich nicht an den Satz im Gespräch mit Bürgermeister Heinz Schaden erinnern, bestritt gegenüber der „Bild am Sonntag“ das Treffen in München und dementiert auch, dass er von den Russen bestochen oder erpresst worden sei.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.