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Distelberger kann Hardee beruhigen

Brianne Theisen-Eaton und Trey Hardee sind die Favoriten beim 40. Hypo-Mehrkampf-Meeting. Der Purgstaller Dominik Distelberger kann endlich die 8000 übertreffen.

Jochen dedeleit

Mit sorgenvoller Miene blickten die sechs „Auserwählten“ bei der Pressekonferenz für das heute (10.30 Uhr) und morgen (10) stattfindende 40. Hypo-Mehrkampf-Meeting nach draußen, als der Himmel bei zwölf Grad seine Schleusen öffnete und an die miserablen Bedingungen im vergangenen Jahr erinnerte. „Ich hoffe auf schönes Wetter“, antwortete Doppel-Weltmeister Trey Hardee aus den USA auf Deutsch, befragt nach seinen Zielen für das anstehende Wochenende. Freilich gehe es ihm darum, nachdem er die letzten zwei Jahre von Verletzungen gebeutelt wurde, wieder einen gelungenen Zehnkampf zu absolvieren, denn „der Weltrekord ist nach wie vor in meinem Kopf. Dass diese Marke von einem US-Athleten gehalten wird, pusht noch mehr.“ Hardee ist mit 8790 Zählern der punktbeste Zehnkämpfer, der heuer am Start ist. Landsmann Gunnar Nixon wollte zu den 9039 Zählern von Ashton Eaton (noch) nichts sagen, dennoch hat der erste Auftritt des Junioren-Weltmeisters 2013 im Mösle Lust auf mehr gemacht – auch bei Nixon selbst. „Das Publikum und die Atmosphäre in Götzis sind einzigartig.“

Webers Geheimtipp

Dieser Meinung sind auch die Niederländerinnen Nadine Broersen und Dafne Schippers, die einen neuen nationalen Siebenkampf-Rekord (6477 der WM-Dritten Schippers) durchaus in Betracht ziehen. Beide gelten laut Startliste als ärgste Verfolgerinnen von Brianne Theisen-Eaton, die ihren Sieg vom Vorjahr allzu gern wiederholen würde. Neben Götzis nannte die Ehefrau des Weltrekordlers und die WM-Silbermedaillengewinnerin die Commonwealth Games in Glasgow als Saisonhöhepunkt.

Aufgrund der 24 Siebenkämpferinnen mit einer Bestleistung von über 6000 Punkten ist der Götzner Siebenkampf erneut die bedeutendste Mehrkampfveranstaltung weltweit. Zumal sich die Ausfälle bei den Frauen im Gegensatz zu den Männern wieder minimal gestalteten. Das starke Team aus Deutschland mit Claudia Rath und Lilli Schwarzkopf an der Spitze sowie weitere Topathletinnen wie Laura Ikauniece und Jana Maksimava dürften ihren Teil zu einem weiteren Top-Resultat beitragen. Und die Britin Katarina Johnson-Thompson, WM-Fünfte von Moskau und Silbermedaillengewinnerin der Hallen-WM im Weitsprung, ist der Geheimtipp von Athletenbetreuer Walter Weber.

Den US-Zehnkampf-Stars am meisten zusetzen dürfte Deutschland mit Pascal Behrenbruch, Rico Freimuth, Kai Kazmirek und Mathias Prey sowie der Weißrusse Andrei Krauchanka als ehemaliger Götzis-Sieger. Ebenfalls zu beachten: der Kubaner Yordani Garcia und der Brasilianer Carlos Chinin. Aus österreichischer Sicht werden die Auftritte von Dominik Distelberger (UVB Purgstall) und Dominik Siedlaczek (DSG Wien/pB: 7135 Punkte) interessant, zumal der Siebenkampf heuer verwaist ist. Von einem Duell zwischen den Österreichern zu sprechen, wäre wohl etwas zu hoch gegriffen, „aber es ist gut, dass da wieder jemand ist. Das motiviert natürlich“, bekannte Distelberger, der bereits fix für die EM im August in Zürich nominiert ist. „Er hat bereits im Vorjahr die Normen von European Athletics und ÖLV erbracht und zuletzt starke Einzelleistungen gezeigt“, sagte Sportdirektor Hannes Gruber.

Wetter soll besser werden

In Götzis nun will der 24-Jährige seine Bestleistung von 7872 Punkten angreifen und endlich die 8000 Punkte übertreffen. „Ich habe die ganze Wintersaison über verletzungsfrei trainieren können. Zusätzlich zur Vorbereitung mit meinem Coach Herwig Grünsteidl hat Gregor Högler mein Wurf- und Krafttraining geleitet.“ Zum Vorwurf einiger Experten, Dis­telberger hätte schon vor zwei Jahren die 8000 übertreffen sollen und können, meinte der Purgstaller: „Die Bedingungen, die ich jetzt habe, sind super. Vor ein, zwei Jahren war dies noch nicht der Fall. Gregor hat da einiges bewirkt.“ In der Vorbereitung auf diese Saison war der Purgstaller mit dem Deutschen Jan Felix Knobel unter anderem im Trainingslager in Spanien. „Wir ergänzen uns perfekt, Jan hat seine Stärken im Wurfbereich. Deshalb haben wir uns auch zusammengetan.“

Schließlich konnte Distelberger auch Hardee beruhigen: „Es soll am Wochenende schön werden.“

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