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Egg verdirbt Bizaus Feier

Vor 1000 Zuschauern verliert Bizau gegen Egg klar mit 0:4. Damit ist Bizaus Meisterfeier vorerst geplatzt.

Hannes Mayer (Text) und

Philipp Steurer (Fotos)

Ein Raunen geht in der 24. Minute durch das Bergstadion. Gerade hat Bizaus Murat Bekar den Ball aus 13 Metern über das Tor geschlenzt. Das war sie: Bizaus große Chance, entgegen dem Spielverlauf in Führung zu gehen. Denn von Anpfiff an sind es die Gäste aus Egg, die aggressiv und mutig nach vorne spielen. Vor 1000 Zuschauern, unter ihnen auch der bei Austria Lustenau kontrovers diskutierte potenzielle Neuzugang Jan Zwischenbrugger, kontrollieren die Gäste 90 Minuten lang Ball und Gegner. Egg kann eben befreit aufspielen. Bizau dagegen wirkt so dicht vor der Meisterschaft gehemmt und kommt selten in eine aussichtsreiche Abschlussposition. Die Gäste spielen dagegen schnörkellos nach vorne, bringen Bizaus Abwehr rund um Vorarlbergs besten Amateur-Torhüter Marc Gasser immer wieder in Bedrängnis. In der 29. Minute ist es so weit. Zum Jubel der wenigen, aber lautstarken Egg-Fans gelingt Philipp Hagspiel mit einem Fernschuss das 1:0 für die Gäs­te. Nur vier Minuten später erhöht Dejan Stanojevic auf 2:0 für Egg. Bereits jetzt ist klar: Aus der anvisierten Bizauer Meisterfeier wird heute wohl nichts.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zirkelt Bizaus Pius Simma einen Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei – Eggs Torhüter Fabian Fetz kann den Ball an die Latte lenken. Es ist jedoch nicht der Auftakt einer Bizauer Aufholjagd. Denn die Egger lassen sich nicht zurückdrängen. Praktisch im Gegenzug kann Steven Nenning aus fünf Metern das 3:0 für das Team von Luggi Reiner erzielen, schlägt aber ein Luftloch. Nur deshalb dürfen die Hausherren noch von einer spektakulären Wende träumen – allein sie gelingt ihnen nicht. Ganz im Gegenteil. In der 69. Minute erhöht Stanojevic aus spitzem Winkel auf 3:0 für Egg.

Kein Sieg ist schöner als …

In der Schlussphase vergibt erst Stefan Knünz die Chance, für Bizau zu verkürzen – sein Kopfball landet an der Stange. Dann scheitert Murat Bekar vom Elfmeterpunkt an Fetz. Dem starken Egger Marcel Meusburger ist es vorbehalten, in der 88. Minute den Schlusspunkt zu setzen. Nachdem ein feiner Querpass im Strafraum bei ihm landet, verlädt er Gasser und trifft zum 4:0. „Wir wollten heute nicht zuschauen, wie Biazu den Meistertitel feiert“, gesteht Egg-Trainer Reiner nach dem Schlusspfiff und neckt: „Im Herbst hat Bizaus Obmann Josef Greber gesagt: ‚Kein Sieg ist schöner als ein Derbysieg auf fremden Platz.‘ Auf diesem Wege möchte ich ihm ausrichten, dass er recht gehabt hat.“ Weitaus weniger emotional analysiert Bizau-Trainer Philipp Schwarz die Partie. „Wir waren heute etwas zu nervös, etwas zu zittrig. Egg hat verdient gewonnen. Aber wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.“ Dazu besteht auch kein Grund. Denn erstmal muss heute Wolfurt gegen Bludenz gewinnen, um im Meisterrennen zu bleiben. Und selbst im Falle eines Wolfurter Sieges hat Bizau bei zwei ausstehenden Spielen vier Punkte Vorsprung. Derbypleite hin oder her.

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