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Hält die Hohenemser Festung auch im Finale?

Der VfB Hohenems, der sich 2004 letztmals den VFV-Cup sicherte, möchte am Mittwoch (19 Uhr) im Endspiel gegen den FC Dornbirn nicht nur eine Statistenrolle spielen.

Günther Böhler

Mit deutlichen Siegen für die Favoriten endeten in den letzten drei Jahren die Finalspiele im VFV-Toto-Cup. Der FC Dornbirn besiegte 2011 den SC Fußach mit 7:1 und bei der Titelverteidigung ein Jahr später den FC Wolfurt mit 3:0. Und im Vorjahr hatten die Altacher Amateure gegen den Dornbirner SV mit 4:0 klar die Nase vorn. Die Underdogs zogen, wie schon so oft zuvor, im Emser Herrenried-Stadion den Kürzeren.

„Finale dahoam“

Diesmal jedoch soll dies nicht der Fall sein, denn der seit einem Jahr vor eigenem Publikum unbesiegte Landesligist VfB Hohenems hat gegen Regionalliga-Vertreter FC Dornbirn ein „Finale dahoam“. Ein Ereignis, das in der 29-jährigen Geschichte der Cup-Endspiele im Herrenried bisher genau fünfmal eintrat. Von 1987 bis 1996 schafften die Emser, die damals in der Westliga Dauergast waren, gleich viermal den Einzug ins Finale und mussten nur bei der Premiere (1987) den Pott dem SCR Altach überlassen. 1989 wurde der FC Koblach 4:2 bezwungen, 1991 der FC Hard mit 1:0 und 1996 RW Rankweil mit 1:0. Finalauftritt Nummer fünf liegt zehn Jahre zurück und damals feierte der VfB im Westliga-Duell mit dem FC Hard einen beeindruckenden 4:0-Sieg.

Zu diesem Zeitpunkt schickte sich der diesjährige Finalgegner aus Dornbirn gerade an, wieder den Schritt in die dritthöchste Spielklasse zu wagen. Nach dem Aufstieg 2004/05 ging es beim FCD zwar schnell Richtung Erste Liga, aber genauso schnell wieder nach unten. Dabei lässt sich eine Gemeinsamkeit der beiden Vereine zu diesem Zeitpunkt ablesen. Doch während sich der insolvente FC Dornbirn nach dem Abstieg 2009/10 in die Westliga rettete, musste der VfB Hohenems im selben Jahr den Gang in die Vorarlbergliga antreten und wurde in der Saison 2010/11 sogar noch in die Landesliga durchgereicht. Die Bilanz der im Zeitraum von 2005 bis 2009 durchgeführten Westliga-Duelle (Ems stieg 2007 ab und gleich wieder auf) zwischen den beiden diesjährigen Cupfinalisten ist mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen übrigens ausgeglichen.

„Papa Gerry und Co.“

Apropos ausgeglichen: Bei den beiden Fanklubs kann ­dies nur in puncto Begeisterung behauptet werden. Bezüglich Kräfteverhältnis haben die Dornbirner „White Devils“, die etwa 30 Mitglieder haben, gegenüber dem VfB-Fanclub – passend wäre wohl „Papa Gerry und Co.“ – allerdings klar die Nase vorn. Das stört Gerry Batruel, das allseits bekannte Original im Herrenried aber recht wenig. „Das Derby hat eigene Gesetze. Wir holen uns das Double und dann gibt es wieder ein Feuerwerk im Stadion“, lässt der 58-Jährige wissen. „Wir gewinnen 2:1 oder wieder im Elfmeterschießen“, erklärt Gerry optimistisch.

Der Emser Edelfan feuert seit nunmehr 15 Jahren seine Lieblinge mit Zurufen, Glocke und Tröte an und hat im Herrenried sogar einen eigenen Sonnen- oder auch Regenschirm auf der Gegengerade, unter den sich so fünf bis sechs weitere Fans gesellen. „Bis auf drei oder vier Auswärtsspiele – da nehm’ ich nur die Tröte mit – war ich in all den Jahren immer dabei. Besonders heuer bereiten mir die Jungs viel Freude“, hält die markante Erscheinung fest. „Und ein Jahr habe ich wegen dem Platzverkauf komplett gestreikt. Das musste sein“, gibt Gerry preis und lobt zugleich die hervorragende Arbeit der neuen, jungen Vorstandsmitglieder.

Am kommenden Mittwoch jedoch steht für ihn das „Finale dahoam“ im Mittelpunkt und dass es dabei zum Nachbar-Duell mit Dornbirn kommt, ist nur eine Draufgabe. Gerry verspricht den „White Devils“ aus Dornbirn, zu denen er ein gutes Verhältnis pflegt, wie immer ein Schnäpsle und seinen Emser Kickern tolle Unterstützung. Und ganz besonders würde er sich freuen, wenn der VfB-Fanclub an diesem Abend so richtig anwachsen würde.

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