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Der DSV trauert, Meiningen jubelt

Der SK Meiningen darf nach einem 3:0-Sieg im „Aufstiegsfinale“gegen den Dornbirner SV für die Vorarlbergliga planen.

Emanuel walser

So nah können Freud und Leid beieinanderliegen: Während sich die Meininger nach Schlusspfiff jubelnd in den Armen lagen, in Sekt badeten und die Aufstiegs-T-Shirts überzogen, flossen bei niedergeschlagenen Haselstaudern nur die Tränen. So richtig fassen konnten es die Dornbirner wohl noch nicht: Vor wenigen Wochen schien der Aufstieg nur ein Formalakt zu sein, sechs Punkte betrug der Vorsprung auf die Konkurrenz. Drei Niederlagen später (Torverhältnis. 3:12) ist die Truppe der vergleichsweise großen Namen unsanft auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet – in Haselstauden wird auch nächstes Jahr nur Landesligafußball zu sehen sein. Gescheitert ist die Elf von Hans-Jürgen Trittinger letztlich an einem besonders heimtückischen: sich selbst.

Auch im gestrigen „Alles oder Nichts“-Spiel stand die Nervosität bei fast jeder Aktion Pate, Fehlpass reihte sich an Fehlpass, von kontrolliertem Spielaufbau konnte keine Rede sein. Ganz anders präsentierten sich die Gäste aus dem Oberland: Defensiv bestens organisiert wussten sie von Beginn weg auch in der Offensive Nadelstiche zu setzen. Ein solcher brachte schon in der 11. Spielminute reichen Ertrag: Jonas Niederberger zirkelte den Ball nach einer Ecke gekonnt auf Adrian Kessler, welcher ohne Mühe zur Führung einköpfte.

Meiningen souverän

Wer sich nun eine Reaktion der Gastgeber erhoffte, wurde enttäuscht – von durchdachtem Angriffsspiel keine Spur. In der zweiten Hälfte war den DSVlern das Bemühen um ein Comeback zwar nicht abzusprechen, der Wille entschädigte allerdings nicht fürs Werk. Viel gefährlicher als die harmlosen Haselstauder blieben weiterhin die Oberländer, die in der 71. Spielminute ein weiteres Mal ihre Effektivität unter Beweis stellten. Niederberger wurde am rechten Strafraumeck freigespielt und schlenzte das Leder mit viel Gefühl ins lange Eck. Mit dem 2:0 war die Aufstiegsfrage nun endgültig geklärt, der „Last-Second“-Treffer von Adrian Hagen zum 3:0-Endstand war nur noch Draufgabe. Meinigen darf also über den direkten Wiederaufstieg in die Vorarlbergliga jubeln, in Haselstauden wird man hingegen noch länger an diesem unglückseligen Freitag den 13. zu knabbern haben.

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