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Mehr Rennen als Maze fährt keine

Beim WM-Super-G kommenden Dienstag steht Tina Maze als Titelverteidigerin am Start. Sie ist die einzige Läuferin, die alle Weltcupdisziplinen bestreitet.

JOSCHI KOPP

Sie sei „skifahrerisch und körperlich ein Phänomen“, sagt Österreichs Damen-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum über Tina Maze. Der Wahlkärntner liegt mit seiner Analyse vollkommen richtig. Als Einzige im Weltcupzirkus steht die Slowenin bei allen Disziplinen am Start, kann auch in allen gewinnen und wird wohl die große Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg holen. Das im Alter von 31 Jahren. Nach 20 Rennen steht für Maze der Saisonhöhepunkt noch bevor. In Vail geht sie am Dienstag als Titelverteidigerin im Super-G ins Rennen.

Wenig zu lachen

Eine Erklärung, wie die Doppel-Olympia-Siegerin dieses Pensum an Bewerben verkraftet, gibt Cheftrainer und Lebenspartner Andrea Massi: „Vor sieben Jahren kam ich durch einen Freund zum Trainingsprogramm des italienischen Leichtathletikverbandes. Das habe ich übernommen und auf den Skisport angepasst. Glaube mir, zum Lachen kommt Tina bei der Arbeit nicht.“ In den vergangenen vier Jahren legte der geborene Italiener „immer noch ein Schäuferl nach“. Speziell im Sommer treibt Massi seine Freundin mit den Übungen zur Weißglut.

„In der skifreien Zeit musst du dir die Kraft, Kondition und die Ausdauer für den Winter holen. In den letzten Jahren haben Tina und ich viele Kämpfe ausgefochten. Aber nur wenn du mein Programm durchziehst, wirst du stark genug im Kopf, um in allen Disziplinen gewinnen zu können.“ Es gibt aber auch im Winter Momente, wo es für Unbeteiligte besser ist, sehr weit weg von dem Paar zu stehen. Speziell, wenn Maze nicht unter den Top drei ist.

Beobachter berichten von Handgreiflichkeiten zwischen den beiden und einem Verbot für Massi, bei einem Rennen dabei zu sein. Im vergangenen Sommer lief es sehr harmonisch zwischen ihr und dem Coach. „Ich habe zwar wieder viel trainiert, das Hauptaugenmerk lag diesmal mehr auf der Qualität als auf der Quantität. Ich muss haushalten mit den Kräften, schließlich bin ich nicht mehr die Jüngste“, scherzte Maze, die in diesem Winter zwei Ziele verfolgt: „Die große Kristallkugel und eine Medaille bei der WM.“

Stark im Kopf

Um Zweiteres zu erreichen, reiste Tina Maze mit ihrem kleinen Team so früh wie keine andere Läuferin nach Vail. Bereits am Mittwoch absolvierte sie ihr erstes Training im WM-Gebiet. „Tina hatte einfach Lust auf Skifahren“, berichtet Massi, der noch einmal auf sein Trainingsprogramm zu sprechen kommt: „80 Prozent des Programms zielen auf den Kopf ab, machen dich mental stark.“ Wie stark sieht die Konkurrenz am Dienstag beim WM-Auftakt.

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