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„Die Goldene ist hart erarbeitet“

Österreichs EYOF-Ski-Team rund um die beiden Vorarlberger Katharina Liensberger und Pascal Fritz holten gestern in St. Gallenkirch Gold im Teambewerb – unter der Leitung von Rupert ­Kriebernegg. Die Stimmen zum Erfolg.

Herzlichen Glückwunsch Katharina und Pascal zur Goldmedaille. Das wird ja zur Gewohnheit bei Euch!

pascal fritz: Ich weiß überhaupt nicht, was ich sagen soll. Wie schon mehrfach von mir erwähnt in den letzten Tagen, habe ich noch nicht realisiert, was mir im Riesentorlauf gelungen ist. Und dann gewinnen wir den Teambewerb und ich habe meine zweite Goldene. Das ist so unfassbar. Aber wie hast du zu mir vor dem Viertelfinale gesagt: Eine Medaille alleine klimpert nicht. Jetzt klimpert‘s.

katharina Liensberger: Wenn mir das einer vor den Jugendspielen gesagt hätte, dass ich zwei Medaillen hole, ich hätte es nicht zu glauben gewagt. Nach dem für mich enttäuschenden Slalom hätte ich es natürlich erst recht nicht geglaubt. Ich freue mich so sehr über die Goldmedaille, die wir uns hart erarbeitet haben. Das waren starke Gegner, da braucht keiner glauben, dass wir uns heute die Goldene einfach nur so abgeholt haben. Das ist keine geschenkte Medaille. Für keinen von uns. Weil jeder zum Einsatz gekommen ist.

Weißt Du, warum Du unter Anführungszeichen „nur“ im Achtelfinale fahren durftest?

liensberger: Das war eine Trainerentscheidung, die ich voll akzeptiere. Meine beiden Teamkolleginnen sind im Laufe des Bewerbs richtig stark ins Fahren gekommen und ich glaube, da wollten die Trainer nicht mehr wechseln. Das habe ich auch verstanden. Als Team bist du nur dann stark, wenn alle Teamgeist zeigen.

Pascal, du bist im Viertelfinale und im Finale jeweils als Schlussläufer zum Einsatz gekommen und trugst die gesamte Verantwortung.

fritz: Die Trainer haben von Runde zu Runde entschieden, wer zum Einsatz kommt. Mal bin ich gefahren, mal Raphael (Haaser). Zum Finale muss ich sagen, dass ich vor meinem Lauf nicht wusste, wie es steht.

Was ist in dir vorgegangen, als dein Finalkontrahent Lindstoel am Start weggezogen ist? Noch dazu, wo Du auf der langsameren blauen Strecke warst?

fritz: Ich habe mir gesagt, dass ich an ihm dranbleiben muss. Zu viel zum Gegner rüberschauen darfst du eh nicht, sonst verlierst du den Fokus auf den eigenen Lauf. Ich wusste, dass im Zielbereich auch auf dem blauen Kurs was drin ist und ich aufholen kann. Das ist mir dann auch gelungen.

Herr Kriebernegg, Sie haben von Runde zu Runde verändert. Warum?

rupert kriebernegg: Grundsätzlich war mir ganz wichtig, dass alle nominierten Läufer zum Einsatz kommen. Ich wollte, dass sich jeder mit der von uns allen erhofften Medaille identifizieren kann.

Welche Kriterien haben bei der Aufstellung eine Rolle gespielt?

kriebernegg: Das waren taktische Entscheidungen. Wir kannten von allen Läufern ihre Zeiten auf dem schnelleren roten und dem langsameren blauen Kurs. So konnten wir vermeiden, dass zum Beispiel unsere Schnellsten gegen die Drittschnellsten unserer Gegner antreten und unsere Zweitschnellsten gegen die Besten vom Gegner ran müssen. Alle Läufer haben meine Entscheidungen mitgetragen. Ich bin sehr stolz auf mein Team.

Hannes Mayer

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