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Der Neue ist schon bereit

Salzburg stellt die Weichen für die Nachfolge von Ralf Rangnick. Es wird wohl eine interne Lösung.

Fußball-Meister Red Bull Salzburg stellt bereits die Weichen für die Zeit nach Sportdirektor Ralf Rangnick. Der Deutsche konzentriert sich ab Sommer nur noch auf Leipzig, sein Posten in Salzburg wird intern nachbesetzt. Die naheliegendste Lösung wäre der bisherige Geschäftsführer Jochen Sauer. Nach den beiden Europa-League-Duellen mit Villarreal wollen die Salzburger Nägel mit Köpfen machen. „Wir werden uns in den nächsten Wochen Gedanken machen, wie wir genau die Aufgabenteilung vornehmen“, erklärt Rangnick vergangene Woche.

Konzernchef Dietrich Mateschitz hätte nicht daran gedacht, einen externen Nachfolger zu verpflichten. Stattdessen könnten die Agenden zwischen Sauer und Rangnicks bisherigem Assistenten Christoph Freund aufgeteilt werden. Letzterer fungiert bereits als Sportkoordinator.

„Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt intern, dass wir überzeugt sind, dass wir das auch mit dem vorhandenen Personal sehr gut hinbekommen werden“, meint Rangnick, der im Sommer 2012 das Kommando bei den Salzburgern übernommen hat. Zuletzt war er für die lukrativen Millionentransfers von Sadio Mane, Kevin Kampl und Alan verantwortlich.

Erfahrungen in Deutschland

Sauer, 2012 kurz nach Rangnick als Geschäftsführer gekommen, hat den Sportdirektor bereits des Öfteren bei Terminen vertreten und ist als Finanzchef auch in sportliche Entscheidungen involviert. Vor seinem Red-Bull-Engagement war der 42-jährige Deutsche zweieinhalb Jahre als sportlicher Leiter beim VfL Wolfsburg tätig. Groß geworden ist der studierte Jurist in der Geschäftsführung von Hertha BSC Berlin.

Sein Vertrag in Salzburg läuft bis 2017. Neben den Finanzen verantwortet Sauer auch Teile der Administration. Entsprechend sei die künftige Aufgabenteilung noch zu klären. „Wir müssen alles sorgfältig besprechen. Wir haben keine Hektik und fühlen uns nicht unter Zeitdruck“, erklärt Sauer im Gespräch. In drei oder vier Wochen sollten Ergebnisse präsentiert werden können.

Die Fortführung des eingeschlagenen Weges steht im Vordergrund. Dadurch könne man auch Klubs, die von einem stärkeren Wettbewerb in der Liga profitieren, überholen. „Unser Fußball ist nicht der einzige Weg. Wo man sich aber abheben kann, ist, wenn man seine Strategie knallhart durchzieht“, sagt Sauer, der den Teamgedanken im Mittelpunkt sieht. Entscheidungen im sportlichen Bereich seien auch bisher im kleinen Kreis besprochen worden.

Ein wichtiger Baustein sei in diesem Zusammenhang auch Freund. Der 37-jährige Salzburger, einst als Spieler in der zweithöchsten Spielklasse bei WSG Wattens und Untersiebenbrunn tätig, hat sich in fast zehn Jahren bei Red Bull ein großes Netzwerk aufgebaut. „Er ist für uns Gold wert, weil er die Liga und den österreichischen Fußball sehr gut kennt. Das ergänzt sich super“, meint Sauer.

Bleibt die Frage, wie viel Einfluss Rangnick über den Sommer hinaus aus Leipzig auf den Schwesternklub ausüben wird. „Wir werden immer eng verbunden bleiben“, sagt Rangnick.

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