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Vorerst nur in der Zuschauerrolle

Bitte warten, heißt es für Sepp Schneider bei der Nordischen Ski-WM in Falun. Der Quereinsteiger wird für den ersten Bewerb nicht berücksichtigt.

david weiss

Bernhard Gruber, Wilhelm Denifl, Lukas Klapfer und Philipp Orter bilden das Quartett beim Auftaktbewerb der Nordischen Kombinierer. Nicht mit dabei beim heutigen Bewerb auf der Normalschanze ist hingegen Sepp Schneider. Aufgrund einer Entscheidung des ÖSV-Cheftrainers Christoph Eugen muss der Vorarl­berger, wie auch Christoph Bieler, zumindest beim heutigen Bewerb, die undankbare Zuschauerrolle einnehmen.

Ein Spätberufener

Für den 23-Jährigen wäre es der erste Einsatz bei einer Weltmeisterschaft gewesen. Dies hängt auch damit zusammen, das Schneider recht spät mit der Nordischen Kombination begonnen hat. Er darf in dieser Hinsicht durchaus als Quereinsteiger bezeichnet werden. Denn erst mit 15 entschied er sich auf Anraten von Andreas Felder (mittlerweile Cheftrainer beim Springerteam der Damen) zu den Kombinierern zu wechseln. Zuvor versuchte er sich als Spezialspringer. Felder erkannte aber damals schon seine Stärken im Ausdauerbereich. Deshalb riet er ihm den Schritt zu den Kombinierern zu wagen. Schneider begann darauf mit dem Langlauftraining. An die ersten Schritte erinnerte sich Franz Bachlinger, Skiverbandstrainer in Vorarlberg, noch genau: „Ich hab’ das Bild noch genau vor mir, wie wir in Balderschwang auf der Scheuenalpe angefangen haben zu trainieren. Aufgrund seiner guten Skitechnik und den guten Ausdauerwerten, fiel ihm der Umstieg aber nicht so schwer wie erwartet“, erklärt der gebürtige Steirer.

Probleme beim Langlauf

Kleinere Defizite sieht der 47-Jährige aber noch bei der Technik und hat auch eine Erklärung dafür: „Das liegt daran, dass auf Langlaufen in Österreich nicht so großen Wert gelegt wird. Der Fokus liegt mehr auf dem Springen.“ Um in der Weltspitze aber vorne mit dabei zu sein, müsse laut Bachlinger, ein Athlet gerade im Langlaufen top sein.

Da mit dem Teambewerb, von der Normalschanze, dem Einzel- und Teambewerb von der Großschanze noch drei weitere Bewerbe auf dem Programm stehen, kann Schneider auf einen Start bei der WM hoffen. Die zuletzt ansteigende Formkurve, die er mit einem vierten Platz in Val di Fiemme bewiesen hat, spricht auf jeden Fall dafür. Dass der Bregenzerwälder in den kommenden Jahren öfters zum Einsatz kommt wie in dieser Saison ist anzunehmen. Da das österreichische Kombinierer-Team doch etwas in die Jahre gekommen ist. Das unterstreicht auch die Teamzusammenstellung bei dieser WM. Schneider und Orter sind die einzigen beiden Athleten, die noch keine 30 Lenze zählen.

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