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Austria nützt Altacher Geschenke

Der SC Rheindorf Altach verliert in Wien gegen die Austria mit 2:5 (0:2). Die zahlreichen individuellen Fehler der Gäste laden Wiener zu Toren ein.

Sebastian Rauch

Individuelle Fehler brachen dem SCR Altach beim Gastspiel bei der Wiener Austria schlussendlich das Genick. Vier der fünf Gegentreffer bei der 2:5-Niederlage resultierten aus Patzern in der Defensive.

„Das Spiel war nicht so klar, wie das Ergebnis vermuten lässt. Wir haben es dem Gegner bei den Toren zu leicht gemacht und sie mit individuellen Fehlern zu Toren eingeladen“, brachte es Hannes Aigner nach der Partie auf den Punkt. Nach nur 13 Minuten vertändelte Philipp Netzer am eigenen Sechzehner leichtfertig den Ball und Wiens Außenverteidiger Fabian Koch bedankte sich für das Gastgeschenk mit der Austria-Führung. Lukas Jäger leitete elf Minuten später mit einem Fehlpass im Mittelfeld das 0:2 ein und beim dritten Treffer verlor Bundesliga-Debütant Benedikt Zech als letzter Mann das entscheidende Kopfballduell, sodass Raphael Holzhauser folglich alleine aufs Altacher Tor laufen konnte.

„In entscheidenden Situationen, vor allem im Zweikampfverhalten, waren wir nicht konsequent genug. Es sagt einiges aus, wenn wir keine einzige Gelbe Karte bekommen“, bekrittelte Trainer Damir Canadi. Doch nicht nur die Altacher machten Fehler, auch die Hausherren, vor allem Goalie Heinz Lindner, wirkten phasenweise alles andere als sattelfest. So konnten die Rheindörfler binnen 1:33 Minuten durch einen Doppelpack von Hannes Aigner von 0:3 auf 2:3 verkürzen. Die Hoffnung auf den Ausgleich keimte aber nur kurz auf, denn zu den individuellen Fehlern gesellte sich anschließend Pech. Sechs Minuten nach dem Anschlusstreffer wurde ein eigentlich harmloser Schuss von Ronald Gercaliu unhaltbar für Keeper Andreas Lukse abgefälscht und begrub alle Hoffnungen der Altacher in diesem Spiel noch einmal etwas bewegen zu können. Das Spiel endete dann, wie es begonnen hatte – mit einem Fehler von Netzer. Der Kapitän verlor in seinem Rücken nach einer Flanke Patrizio Stronati aus den Augen, der ungehindert aus vier Metern zum Endstand einnicken konnte. „Wir waren zu grün hinter den Ohren. Die Austria war nicht viel besser als wir. Das tut schon weh“, lautete das Schlussfazit von Doppeltorschütze Aigner. Trainer Canadi sah trotz der Fehler nicht nur die negativen Aspekte der Niederlage. Neben dem Lerneffekt und dem Erfahrungswert, den die Partie für seine Mannschaft hatte, probierte der Wiener nach der Pause die im Winter einstudierte Dreierkette aus. „Wir nehmen einiges mit und haben Neues probiert. Wir müssen den Spagat zwischen Weiterentwicklung und Erfolg meistern. Das ist wichtig und daran werden wir weiterhin arbeiten. In der Generali Arena zu verlieren ist keine Schande.“

Für Altach war es nach zwei Siegen über Rapid und zwei Unentschieden gegen die Austria die erste Saisonniederlage gegen einen Wiener Klub.

Zwei Aigner-Tore zu wenig

1. Halbzeit

11. Spielminute: Fehler von Gercaliu, dessen Kopfballrückgabe von Zulechner erlaufen wird. Der Querpass des Stürmers an den Fünfer ist für den mitgelaufenen Holzhauser aber etwas zu weit.
13. Spielminute: 1:0, Tor für Austria Netzer versucht am Strafraum Koch auszuspielen, verliert aber den Ball und der Außenverteidiger knallt das Spielgerät aus 15 Metern ins Kreuzeck.

24. Spielminute: 2:0, Tor für Austria Katastrophenpass von Jäger im Mittelfeld direkt in den Lauf von Meilinger, der Zulechner auf die Reise schickt. Der Wiener setzt mit einem Querpass Gorgon ein, der bei einem Pressball mit Lukse Glück hat und anschließend ins leere Tor einschieben kann.

36. Spielminute: Zech schraubt sich nach einer Kovacec-Ecke am Fünfer hoch und scheitert mit einem guten Kopfball an Torhüter Lindner.

45. Spielminute: Jäger erkämpft sich im Mittelfeld den Ball und leitet weiter auf Aigner, der aus gut 18 Metern aber deutlich verzieht.

2. Halbzeit:

54. Spielminute: 3:0, Tor für Austria Zech verliert als letzter Mann das Kopfballduell gegen Zulechner, dessen Einsatz nah an der Grenze zu einem Foul ist. In der Folge läuft Holzhauser alleine aufs Tor, tanzt Lukse aus und verwertet cool.

62. Spielminute: 3:1, Tor für Altach Sensationeller Pass von Tajouri in die Schnittstelle. Aigner läuft auf Lindner zu, der verloren im Strafraum herumirrt. Das nützt der Altacher aus und spitzelt den Ball frech ins kurze Eck.

63. Spielminute: 3:2, Tor für Altach Lindner spickt ein Ball nach einem Rückpass zu weit vom Fuß. Aigner ist da und nützt den Fehler eiskalt aus.

69. Spielminute: 4:2, Tor für Austria Gorgon schießt aus 20 Metern. Gercaliu fälscht unhaltbar für Lukse ab.

86. Spielminute: 5:2, Tor für Austria Suttner flankt zur Mitte. Netzer verliert Storati in seinem Rücken aus den Augen, der aus kurzer Distanz einköpft.

Schlusspfiff: Altach verliert in der Generali Arena mit 2:5 (0:2).

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