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Kraft entdeckt eine neue Liebe

Stefan Kraft sprang auf der Normalschanze von Falun zu Bronze und damit zu seiner ersten WM-Medaille, Gregor Schlierenzauer fehlt im Mixed-Team.

ALEXANDER TAGGER, FALUN

Eigentlich hat Stefan Kraft mit Normalschanzen ja nicht so seine Freude. „Weil ich mehr der Fliegertyp bin“, diktierte der Salzburger den Journalisten vor dem WM-Springen auf dem kleinen Lugnet-Bakken in die Aufnahmegeräte. Gut möglich, dass der 21-Jährige seine Meinung nun zumindest ein wenig überdenken wird, nachdem er mit der Bronze-Medaille um den Hals baumelnd in das Blitzlichtgewitter der Fotografen lachte.

Ja, das Wintermärchen des Schwarzachers fand auch im hohen Norden seine Fortsetzung. Nach dem sensationellen Triumph bei der Vierschanzen-Tournee hüpfte der 1,70 Meter kleine Schanzen-Floh nun in Falun zu seiner allerersten WM-Medaille. Eine bronzene Belohnung für die beeindruckende Konstanz, die der Zweite im Gesamtweltcup bereits die gesamte Saison über in den Schnee zaubert. So war es für den glühenden FC-Bayern-Fan der bereits elfte Podestplatz. Und zugleich das elfte Glas Whiskey für Vater Rene, der sich traditionell nach jedem Stockerlplatz seines Sohnemanns ein Glaserl gönnt.

Übrigen „Adler“ gerupft

Doch Kraft bereitete sich mit dieser Medaille nicht nur selbst eine Riesenfreude („Obwohl, der Tourneesieg hat für mich vor allem aus emotionaler Sicht schon eine größere Wertigkeit“), sondern er machte damit auch seinen Teamkollegen einen Gefallen. So lässt Krafts Edelmetall doch den Totalabsturz der übrigen Österreicher (Michael Hayböck reihte sich als zweit„bester“ ÖSV-Adler auf Rang 21 ein) leichter verkraften.

„Es ist so geil, dass ich auf der kleinen Schanze eine Medaille gemacht habe. Die Konkurrenz war enorm stark – mehr war heute nicht drin“, spielte Kraft auf den norwegischen Überraschungsweltmeister Rune Velta sowie den deutschen „Silberling“ Severin Freund, der im Finale noch am Österreicher vorbeigeflogen war, an.

Für Kraft geht es bereits heute im Mixed-Team-Bewerb (17 Uhr) weiter. Neben dem Pongauer heben für Österreich noch Daniela Iraschko-Stolz, Jacqueline Seifriedsberger und Hayböck ab. Letzterer erhielt von Cheftrainer Heinz Kuttin gegenüber Gregor Schlierenzauer (gestern 22.) den Vorzug. Für den Tiroler, der 2013 in Val di Fiemme mit dem Mixed-Team noch Silber geholt hatte, der nächste Tiefschlag.

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