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Das Christkind bringt den WM-Pokal

Am Weihnachts-Vorabend soll 2022 das WM-Finale in Katar stattfinden. Die WM im Winter ist praktisch beschlossene Sache.

HUBERT GIGLER

Am 2. Dezember 2010 kam der Ball des Anstoßes ins Rollen und er ist seither nicht mehr aufzuhalten. Trotz des unwiderstehlichen Zuges zum Eigentor und begleitet von einer permanenten Flutwelle der Empörung erhielt sie freies Geleit, die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Nun wurde der Terminvorschlag für das Wüstenturnier von der sogenannten „Task Force“ des Weltverbandes (FIFA) präsentiert. Die WM soll, etwas verkürzt, vom 26. November bis 23. Dezember 2022 über die Bühne gehen. Damit wurde auch den (nach außen kommunizierten) Vorstellungen von FIFA-Präsident Joseph Blatter weitgehend entsprochen.

Ungeachtet des großen Zeithorizonts stand Katar praktisch seit dem Moment der äußerst umstrittenen Vergabe regelmäßig im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit und nie wurde Positives berichtet. Die schwerwiegendsten Angriffspunkte bezogen sich auf Korruption, auf die Missachtung der Menschenrechte im Emirat und last, but not least die Hitze im arabischen Hochsommer. Diese wird bei der WM nicht passieren, denn der Winter ist quasi beschlossene Sache. Der Vorschlag, dem die Entscheidung des FIFA-Exekutiv-Komitees im März folgen wird, hat natürlich gewaltige Auswirkungen auf die Terminplanung vor allem der europäischen Ligen. Und die Fans in der nördlichen Hemisphäre dürfen sich bei Glühwein und Minusgraden dem Public Viewing hingeben. Unmittelbar nach Bekanntwerden dieses Vorhabens wurde dieser auch schon wieder teilweise heftig kritisiert, die lautesten Gegenstimmen kamen aus den großen europäischen Ligen, die ihren Spielplan völlig umkrempeln müssen. Karl-Heinz Rummenigge forderte in seiner Funktion als Chef der europäischen Club-Vereinigung (CA) umgehend finanzielle Entschädigung für Klubs und Ligen.

Österreicher kritisch

Österreich wird ebenfalls betroffen sein, wenn auch nicht in so gravierendem Ausmaß. ÖFB-Präsident Leo Windtner und Bundesliga-Präsident Hans Rinner gehen davon aus, dass die Meisterschaft 2022 Ende Oktober unterbrochen werden muss. Eine Sommer-Meisterschaft kommt laut Rinner schon allein wegen der EM 2024 nicht infrage. Der Wintertermin für Katar findet an sich Zustimmung, allerdings wird die grundsätzliche Vergabe neuerlich aufs Tapet gebracht. „Mir hat noch keiner plausibel erklären können, warum die WM dort stattfindet“, sagt Rinner. Und er habe eigenen Angaben zufolge auch schon UEFA-Chef Michel Platini und DFB-Boss Niersbach dazu befragt.

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