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KOMMENTAR

Im Ernst

Sepp Blatter ist ein schlauer Bursche. „Du musst die Schafe wiegen, nicht zählen“, hat der FIFA-Präsident einmal erklärt. Als Meister dieses Fachs konnte er stets viele Stimmen auf sich vereinen. Der alte Mann aus dem Schweizer Wallis könnte darüber hinaus auch gesagt haben: Wenn wir die Fußball-Schafe in die Wüste schicken, sollen wir Bares zählen dürfen. Als Maßstab diene dort die Zahl der Sandkörner.

Ob die Rechnung aufgeht, ist noch offen, denn Entschädigungen für die Advent-WM im muslimischen Katar sind bereits im Forderungskatalog an die FIFA eingetragen. Aber, seien wir ehrlich, was spricht gegen eine WM im Emirat? Richtig: praktisch nichts.

100 Kilometer beträgt die (mit Abstand) größte Entfernung zwischen zwei Stadien, eine WM der kurzen Wege ist also garantiert. Die WM im November und Dezember liefert ideale Temperaturen von 25 Grad. Der Winter in Südafrika fiel phasenweise wesentlich härter aus. Vor allem aber ist Katar, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen, das reichste Land der Welt. Da sind Schmiergelder, auch in astronomischer Höhe, ganz schnell versandet.

Die Gastgeber werden bis 2022 ein schlagkräftiges Team aus aller Fußballherren Länder zusammengekauft haben. Nun die schlechte Nachricht: Es ist kein Witz, die FIFA meint es ernst.

Sie erreichen den Autor unter

hubert.gigler@kleinezeitung.at

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