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Geplante WM im Winter 2022 wirft Fragen auf

Wann würde das Finale stattfinden und würden die Klubs entschädigt werden? Vor der Winter-WM gibt es einige offene Fragen und viel Kritik.

Mit dem Votum der Task-Force des Fußball-Weltverbands für eine Verlegung der WM 2022 in Katar in den Winter beginnt die Arbeit erst so richtig. Die FIFA-Exekutive wird am 19./20. März sehr wahrscheinlich den Vorschlag absegnen, dass das Weltturnier erstmals im November und Dezember ge­spielt wird. Noch sind aber viele Fragen ungeklärt, die wichtigsten davon im Überblick.

Wann genau findet die WM nun statt?

Im Vorschlag der Task-Force ist bislang lediglich von einem Zeitraum „Ende November bis Ende Dezember“ die Rede, der exakte Termin muss noch ausgehandelt werden. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke bestätigte am Mittwoch lediglich, dass das Turnier auf 28 Tage verkürzt wird. Die WM in Brasilien vergangenen Sommer hatte noch 32 Tage gedauert, damit dürften auch schon vor dem letzten Gruppenspieltag vier Partien an einem Tag möglich sein.

Welche Termin-Szenarien sind vorstellbar?

Für den Abschluss des Turniers gibt es derzeit vor allem zwei mögliche Alternativen. Denkbar wäre ein WM-Finale kurz vor Heiligabend am 23. Dezember oder auch am Sonntag, 18. Dezember – dem Nationalfeiertag Katars. Dementsprechend könnte sich ein Turnierstart zwischen dem 18./19. bis zum 26. November ergeben. Der deutsche Liga-Präsident Reinhard Rauballl hat zu diesen Plänen eine klare Meinung: „Ob da alle rechtzeitig zum Weihnachtsfest bei ihren Familien zu Hause sind, Fans, Mannschaften, wage ich auch zu bezweifeln. Für mich ist es nach wie vor ein Affront.“

Was bedeutet das für den Spielplan der deutschen Bundesliga?

Die Bundesliga-Saison 2022/23 müsste voraussichtlich bereits Anfang/Mitte Juli beginnen, damit die erste Halbserie vor der WM abgeschlossen werden kann. Die vorige Saison würde demnach früher als gewohnt zu Ende gehen.

Normalerweise muss der Ligabetrieb dreieinhalb Wochen vor dem Turnierstart eingestellt werden. Die FIFA könnte diese Periode als Entgegenkommen für die Klubs jedoch verkürzen und die gewohnte Ruhephase vor der Abstellungszeit ausfallen lassen, da sich die Spieler sowieso mitten im normalen Saisonrhythmus befinden. Demnach könnte bis Ende Oktober/Anfang November auch die Gruppenphase der Champions League komplett gespielt werden. Nach der Winterpause ginge es für die Bundesliga wie gewohnt weiter.

Wie ist die Situation in anderen Ligen?

Sollte sich die FIFA auf ein WM-Finale am 18. Dezember einlassen, könnte in England noch das nationale Fußball-Heiligtum, der Boxing Day, gerettet und der Spieltag am 26. Dezember eingeplant werden. Davon geht die Nachrichtenagentur AP in ihrem Szenario aus. In Spanien könnte die Liga wie gewohnt kurz nach Neujahr weitergehen.

Was sind weitere Knackpunkte?

Die europäischen Vereine drängen auf Entschädigungsansprüche. Bayern Münchens Karl-Heinz Rummenigge, Vorsitzender der europäischen Club-Vereinigung ECA, betonte, dass der Schaden für die Vereine „fair zu kompensieren“ sei. FIFA-Generalsekretär Valcke schmetterte diese Forderung am Mittwoch direkt öffentlichkeitswirksam ab. „Es wird keine Entschädigung für die Vereine geben, es sind ja noch sieben Jahre Zeit für die Organisation“, sagte der FIFA-Generalsekretär in Doha.

Valcke war sich offenbar der Brisanz seiner Aussage bewusst und verwies rasch auf die Abstellgebühren, die die FIFA an die Klubs zahlt. Über die geplante Verschiebung meinte er beschwichtigend: „Es passiert einmal, wir zerstören aber nicht den Fußball.“ Für Rauball ist eine solche Haltung in keiner Weise nachvollziehbar. „Die großen europäischen Ligen müssen das ausbaden, was an Fehlentscheidungen getroffen worden ist. Im Hinblick auf die klimatischen Verhältnisse ist bekannt gewesen, dass es derartige Probleme gibt. Das ist ein Unding, das muss ausgeglichen werden“, sagte der Präsident von Borussia Dortmund.

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