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„Alle sollen zeigen, dass sie Austrianer sind“

Zum Auftakt der Frühjahrsrunde empfängt die Austria heute den Tabellendritten Liefering. Ein schweres Auftaktspiel, das dennoch gelegen kommt.

Hannes Mayer

Im Herbst zeigten die Grün-Weißen immer dann Schwächen, wenn sie das Spiel machen mussten. Und glänzten trotz Formkrise, wenn sie Raum für ihr Umschaltspiel bekamen. Dieses Umschalt-spiel werden die Lustenauer heute auspacken können. Denn die Jungbullen werden im Reichshofstadion wie gewohnt offensiv agieren. So gesehen kommem die Salzburger wie gerufen als Auftaktgegner. Austria-Trainer Mladen Posavec sagt: „Wir wissen, wie Liefering spielt. Sie werden uns also nicht überraschen können. Doch so stark Liefering auch ist, wir konzentrieren uns in erster Linie auf uns selbst.“

Das ist auch gut so. Denn mit Jailson müssen die Grün-Weißen auf ihren besten Spieler aus dem Herbst verzichten. Der Austro-Brasilianer hatte während der Vorbereitung Probleme mit seiner Achillesferse und verpasste die ersten vier Trainingswochen. Neuerwerbung Sebastian Strandvall soll dafür sorgen, dass Jailsons Ausfall nicht so schwer wiegt. Strandvall, ein Finne mit schwedischer Muttersprache, freut sich schon auf das Spiel: „Ich kenne die Liga zwar nicht, weiß aber von meinen Mannschaftskollegen, dass Liefering eine gute Mannschaft hat. Wir sind bestmöglichst vorbereitet, es kann los gehen.“ Über seine Stärken will er nicht reden, sondern sie auf dem Platz zeigen. „Wissen sie“, sagt Strandvall, der bestens deutsch versteht und auf Englisch antwortet, „am Besten ist, die Fans machen sich gegen selbst ein erstes Bild von mir.“ Dass dem Nordländer der Ruf des Heilsbringers vorauseilt, kommt jedenfalls nicht von ungefähr. Der 28-jährige Offensivallrounder hat bereits in der Europa League gespielt und zwei Einsätze für Finnland auf seinem Konto.

Posavec ist optimistisch

Auch Austrias zweiter Neuzugang Adnan Secerovic wird von Posavec gleich ins kalte Wasser geworfen. Der 23-jährige Bosnier soll Mario Bolter auf der Sechs ersetzen, der sich in der Vorbereitung mit Oberschenkel-Problem herumschlagen musste. Doch anders als Jailson, bei dem ein Joker-Einsatz möglich ist, wird es Bolter wohl nicht in den Kader schaffen. Was Posavec weder dementiert, noch bestätigt. „Definitiv entschieden ist noch nichts. Ich werde der Mannschaft den Kader einige Stunden vor dem Spiel bekannt geben. Es ist aber wahrscheinlicher, dass Bolter nicht dabei ist, als dass er dabei ist.“ Wie wohl überhaupt einige bei der Austria in Zukunft um eine Nominierung für den Spieltagskader zittern müssen.

Den Langzeitverletzten Galvao außen vor gelassen umfasst der Austria-Kader 23 Spieler. Nur 18 dürfen auf den Spielberichtsbogen. „Wir haben einen guten und breiten Kader. Jeder ist austauschbar“, urteilt Austria-Macher Hubert Nagel. „Es werden sich an jedem Spieltag gute Spieler auf der Tribüne wiederfinden, weil der Konkurrenzkampf so groß ist.“ Ganz wohl ist dem Präsidenten bei der Vorstellung aber nicht: „Es wird wahrscheinlich der Zeitpunkt kommen, da der Trainer seine Aufstellung gefunden hat. Ich hoffe, dass dann diejenigen Spieler, die nicht erste Wahl sind, ihren Kopf nicht hängen lassen. Ich will, dass alle miteinander zeigen, dass sie Austrianer sind!“

Keine Ausreden

Doch was ist heute von der Austria gegen Liefering zu erwarten? So sehr den Grün-Weißen die offensive Spielanlage der Jungbullen entgegenkommt, so sehr leiden sie unter dem Nachteil, witterungsbedingt bislang kaum auf Naturrasen trainiert haben zu können. Im Gegensatz zu Liefering, die beste Trainingsbedingungen hatten. „Jeder, der selbst Fußball gespielt hat, weiß, dass die Umstellung von Kunst- auf Naturrasen enorm ist“, betont Posavec. „Aber das lasse ich nicht als Ausrede gelten. Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns, in der wir auch aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Ob wir es in der Vorbereitung richtig gemacht haben, werden die Ergebnisse zeigen.“ Die Wahrheit liegt eben auf dem Platz.

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