Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Ein „Klopfer“ mit sehr viel Gefühl im Handgelenk

Bregenz-Rechtsaußen Marian Klopcic (23) zählt nicht erst seit der WM in Katar zu Öster­reichs besten Flügeln. Heute (20.20 Uhr) gegen Krems will der Nationalspieler nur eines – zwei Punkte.

christian höpperger

Mit Spitznamen ist es so eine Sache – einmal erhalten, bekommt man sie kaum noch weg. Am besten ist, man arrangiert sich damit oder macht gar ein Markenzeichen daraus.

Marian Klopcic, rechter Flügel von Bregenz HB, ist einer, der mit seinem Spitznamen „Klopfer“ gar kein Problem hat. Warum auch – ist die Geschichte, wie er dazu kam, doch höchst amüsant. Als 17-Jähriger kam der Kärntner von seinem Stammverein Ferlach an den Bodensee und wurde dort an den rechten Flügel „versetzt“. Zuvor war er es gewöhnt, im Rückraum eingesetzt zu werden – seine anfängliche Wurftechnik konnte er nicht so schnell wechseln wie die Spielposition. „Ich habe auch von außen immer Vollgas geworfen anstatt Trickwürfe zu versuchen.“ Von Klopcic zu „Klopfer“ war da eine beinahe zwingende Abwandlung. Der Name ist dem mittlerweile 23-Jährigen geblieben, die technische Entwicklung hingegen schritt kontinuierlich voran. Klopcic: „Ich hatte in Bregenz immer super Trainer und bin sehr zufrieden mit meinen Fortschritten. Aber ich weiß, dass es noch viel besser geht.“

WM bisheriger Höhepunkt

Bisheriger Höhepunkt seines rasanten Aufstiegs ist die Teilnahme an der WM in Katar im Jänner. Der immer für spektakuläre Tore gute Blondschopf wurde von ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson für die Wüsten-WM nominiert – als zweiter Mann hinter dem Harder Robert Weber. Er erhielt damit den Vorzug gegenüber Richard Wöss, der mit fünf Jahren Bundesliga (aktuell TuS N-Lübbecke) deutlich mehr Erfahrung aufzuweisen hatte. „Ich war natürlich sehr überrascht und habe mich riesig gefreut. Das war schon ein echtes Highlight für mich und motiviert natürlich zusätzlich. Man sieht bei den internationalen Spielern Tricks und Würfe, die es in der HLA kaum gibt. Und natürlich probiert man das dann auch selber aus.“

Über mangelnde Motivation kann Klopcic, der seinen Vertrag in Bregenz gerade um ein Jahr verlängerte, ohnehin nicht klagen: „Ich fühle mich in Bregenz sehr wohl. Da passt das ganze Umfeld und natürlich ist der Verein ein gutes Sprungbrett.“ Den Absprung – am liebsten in die deutsche Liga – will der Publikumsliebling in den nächsten Jahren schaffen: „Ich werde weiter hart dafür arbeiten und dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren.“ Der gerade bekannt gewordene Wechsel seines ÖHB-Kollegen Nikola Bilyk zum THW Kiel ab 2017 freut Klopcic: „Was er mit 17 Jahren auch bei der WM für eine Leistung abgerufen hat, ist unglaublich. Natürlich hätte ich auch schon gern einen Vertrag in der Tasche, aber ich hab ja noch einige Jahre Zeit.“

10 Tore im Grunddurchgang

Am besten empfiehlt man sich für höhere Aufgaben bekanntlich mit starken Leistungen, weshalb Klopcic heute Abend (20.20 Uhr) zu Hause gegen den UHK Krems an die zehn Tore aus dem Duell im Grunddurchgang anknüpfen möchte: „Das wäre natürlich super. In dem Spiel habe ich viele Bälle bekommen und den Tormann gut ausgeschaut. Im Vordergrund steht aber der Sieg – und damals haben wir trotzdem (23:31) verloren.“ Ein Ergebnis, das vor heimischem Publikum nicht in Frage kommt, gilt es im Kampf um die besten Play-off-Plätze doch den Kontakt zur Spitze zu halten: „Wir werden alles dafür tun, um die Punkte zu holen.“

Bleibt zu hoffen, dass der Handball-Profi seine Fans einmal mehr mit Hebern und Wuzzlern zu Jubelstürmen hinreißt – und wenn es einen Bregenzer Sieg bewirkt, darf’s sicher auch der eine oder andere „Klopfer“ sein.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.