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„Jede Sekunde war ein Genuss“

Nach 22 Jahren im Weltcup ist jetzt Schluss. Kombinierer Mario Stecher beendet seine unglaubliche Karriere.

Eine Legende tritt ab! „Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, meine Laufbahn mit sofortiger Wirkung zu beenden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dem Spitzensport Ade zu sagen und mein Leben anders zu gestalten“, sagte Mario Stecher bei einem Besuch der Nordischen WM in Falun.

Der jeweils zweifache Team-Olympiasieger und Team-Weltmeister hätte sich zum Ausklang ein Antreten in Oslo gewünscht. Auf dem Holmenkollen hatte er 1994 als 16-Jähriger und bis heute jüngster Sieger im Weltcup für Furore gesorgt. Doch die Rennpause vom 24. Jänner bis zum 14. März erwies sich als zu lang. So wählte Stecher den WM-Schauplatz in Schweden als Ort für die offizielle Bekanntgabe seines Rücktritts. Dass er für die WM in Falun nicht berücksichtigt worden ist, sieht der gebürtige Eisenerzer in der Zwischenzeit auch entspannter. „Ich habe diese Saison nie die Leistung geboten, die ich mir vorgenommen hatte“, meint der im Pitztal lebende Schwager von Benni Raich.

Mister 100 Prozent

Der 19. Platz am 24. Jänner in Sapporo war sein bestes Saisonergebnis und zugleich sein 267. und letzter Weltcupeinzel-Start. „Bis zuletzt hat es mir aber wahnsinnig viel Spaß gemacht, ich war jeden Tag mit hundert Prozent dabei und habe mich dem Sport verschrieben. Ich war auch beim Feiern bei hundert Prozent. Ich möchte nichts missen, jede Sekunde war ein Genuss“, erzählt Stecher, der in seiner Karriere nicht weniger als zehn Mal am Knie operiert worden ist. Als eindrücklichsten Moment seiner Sportkarriere bezeichnete Stecher nicht einen seiner Siege, sondern die WM 2013. Da hatte er kurz nach einer Knieoperation Silber geholt. „Da geht nichts drüber. Ich bin mit eineinhalb Füßen runtergehüpft und bin Vizeweltmeister geworden“, erinnert sich Stecher.

Wie seine nahe Zukunft aussieht? „Ich will meine Erfahrungen aus dem Sport weitergeben. Ich werde Vorträge und Seminare anbieten und mein Sportmanagement-Studium abschließen. Im April werde ich auch ein Buch auf den Markt bringen“, sagt der Vater von zwei Kindern.

Besonderes Lob für Stecher gab es vom frischgebackenen Weltmeister Bernhard Gruber: „Wie er die Kombination gelebt hat, war sensationell. Ich habe mir über die Jahre viel von ihm abschauen können, dafür bin ich sehr dankbar.“ ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen bezeichnete Landsmann Stecher als prägende Figur der Kombination, „wie es Klaus Sulzenbacher und Felix Gottwald gewesen sind“.

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