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Altachs perfekte Mischung

Altach feiert mit dem 1:0-Erfolg über den WAC den sechsten Heimsieg in Folge und überzeugt durch Kampf und spielerische Klasse.

Sebastian Rauch

Trainer Damir Canadi machte beim 1:0-Erfolg über den WAC vieles anders und damit alles richtig. Der Altacher Übungsleiter stellte seine Mannschaft im Vergleich zur 2:5-Niederlage in Wien vom vorvergangenen Samstag gleich auf vier Positionen um. Emanuel Schreiner, Ismael Tajouri und Louis Mahop ersetzten Ronald Gercaliu, Patrick Salomon und Darko Bodul. Neuzugang Marti Riverola bekam in der Schaltzentrale neben Kapitän Philipp Netzer den Vorzug vor Lukas Jäger und zeigte besonders bei Standardsituationen, zu welch einer Waffe er noch avancieren kann, sobald der Eingliederungsprozess zu hundert Prozent abgeschlossen ist.

Doch nicht nur personell zeigte sich die Mannschaft verändert, auch kämpferisch präsentierten die Altacher ein anderes Gesicht als noch vor einer Woche. Körperlich robust, mit hohem läuferischem Aufwand und gutem Umschaltspiel kauften Netzer und seine Kollegen den auf hohem physischen Level agierenden Gästen von Anstoß an den Schneid ab. In den ersten 45 Minuten hatten die Altacher den WAC ganz klar im Griff und ließen die Gäste nie zur Entfaltung kommen. Die sonst so gefährlichen Kärntner Konter wurden dank einer ausgezeichneten Rückwärtsbewegung früh unterbunden oder am Strafraum mit vereinen Kräften entschärft.

Die eigenen Offensivbemühungen wurden strukturiert vorgetragen, wobei die Altacher mit Mahop jenen Mann in ihren Reihen hatten, der den Unterschied ausmachte. Während sich sein Gegenüber, WAC-Stürmer Tadej Trdina, immer wieder festlief und mehr durch Härte als durch spielerischen Glanz auffiel, begeisterte der Kameruner im Trikot der Rheindörfler durch Kampf und technische Finesse. Es war kein Zufall, dass er den am Ende entscheidenden Elfmeter, den Aigner souverän verwandelte, herausholte, war er doch über 90 Minuten ein Unruheherd. Doch den Stürmer allein für den Sieg verantwortlich zu machen, würde seinen Kollegen nicht gerecht werden. Altach überzeugte als Kollektiv und bewies wieder einmal, welche Tiefe der Kader des Aufsteigers hat.

„Es ist nicht nur eine Floskel: Bei uns kann jeder jeden ersetzen. Wir verfügen über eine hohe Qualität, das merkt man auch im Training“, bezog sich Netzer nach dem Spiel auf die vier Umstellungen in der Startformation. Spielerische Qualität alleine reiche aber nicht aus, man müsse auch immer wieder körperlich an seine Grenzen gehen, um die Spiele letzten Endes für sich zu entscheiden, fügte der Kapitän aber noch hinzu.

Dass Altach auch über diese physische Komponente verfügt, zeigten die Spieler im zweiten Durchgang, als der WAC zunehmend das Heft in die Hand nahm. Spätestens mit der Roten Karte für Cesar Ortiz (75.), der beim Versuch eines taktischen Fouls den Ellenbogen in den Nacken von Peter Zulj rammte, waren diese Tugenden gefragt. Und die Spieler gingen an ihre Grenzen. Sinnbildlich wieder Mahop, der nicht nur aus einem Konter heraus an der Stange (75.) scheiterte, sondern auch in der Defensive ackerte und einmal sogar für den geschlagenen Andreas Lukse im Tor auf der Linie klärte. Aktionen wie diese waren es, die auch das Publikum mitrissen und somit den zwölften Mann hinter der heroisch kämpfenden Mannschaft auf den Plan rief. In der fünf Minuten betragenden Nachspielzeit erhoben sich die Zuschauer sogar aus ihren Sitzen und klatschten den Bundesliga-Aufsteiger unter Standing Ovations zum sechsten Heimerfolg en suite.

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