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Rückkehr zum „Zeigefinger Gottes“

Gregor Schlierenzauer hebt heute in Oberstdorf erstmals seit seinem Comeback auf einem Skiflug-Bakken ab.

Von Alexander Tagger

Mir geht es nicht mehr um Weltcupsiege oder darum, das Ego zu befriedigen. Skispringen ist einfach eine wunderschöne Sportart, eine geile Bewegung.“ Das schrieb Gregor Schlierenzauer zuletzt in seinem Blog. Dieses Gefühl der „geilen Bewegung“ konnte der Tiroler nach seinem Comeback nun bereits mehrmals aufsaugen. Und er paarte das Gefühl mit Erfolgen: Nach zwei Top-Ten-Plätzen (8. in Wisla, 7. in Willingen) hat sich der 27-Jährige im Gesamtweltcup bereits auf Rang 31 nach vorne gearbeitet und damit auch sein Ticket für die Nordische WM in Lahti (ab 22. Februar) in der Tasche.

Besonders der Auftritt in Willingen (der Mühlenkopf-Bakken ist der Größte unter allen Großschanzen) macht Hoffnung auf die kommende Aufgabe. An diesem Wochenende steht in Oberstdorf nämlich erstmals in dieser Saison eine Skiflugkonkurrenz auf dem Programm (los geht es heute mit der Qualifikation). Für Schlierenzauer bedeutet dies zugleich die Rückkehr an die Stätte eines seiner größten Erfolge: So holte sich der Stubaier 2008 bei seinem WM-Debüt auf der Heini-Klopfer-Schanze im Oberallgäu sowohl Gold im Einzel als auch im Team. Er krönte sich damals nach Armin Kogler (1979), Andreas Felder (1986) und Andreas Goldberger (1996) als erst vierter und bis heute letzter Österreicher zum Champion unter den Fliegern.

Ein emotionaler Auftritt des Rekordweltcupsiegers (es wird der erste auf einer Flugschanze seit 683 Tagen sein) ist also vorprogrammiert. Und man darf gespannt sein, wie Schlierenzauer mit dem umgebauten Bakken zurechtkommt. 2013 war das FIS-Zertifikat für die Schanze ausgelaufen. Man hat daraufhin die wegen des 72 Meter hohen, frei schwebenden Anlaufturms auch „Schiefer Turm von Oberstdorf“ und „Zeigefinger Gottes“ genannte Anlage adaptiert. Der Schanzentisch wurde um sieben Meter nach hinten und um fünf Meter nach oben verschoben. Damit ergibt sich für den WM-Bakken 2018 eine neue Hillsize von 225 Metern.

Die Vorfreude auf Oberstdorf ist bei Schlierenzauer auf alle Fälle groß: „Toll, wenn ich das erste Mal seit Langem wieder über 200 Meter fliegen darf“, sagte der Fulpmer, dessen persönliche Bestweite bei 243,5 Metern (Vikersund 2011) liegt.

Komplettiert wird das ÖSV-Team in Oberstdorf durch Stefan Kraft, Manuel Fettner, Michael Hayböck, Clemens Aigner, Florian Altenburger und Philipp Aschenwald. Andreas Kofler trainiert in der Heimat und wird erst bei der Asien-Tour wieder zurückkehren.

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