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Nächste Chance Kombi

Nach der Zieldurchfahrt musste Christine Scheyer tief durchatmen. Der Super-G war der Auftakt zu einem engen WM-Programm. Gepa

Nach der Zieldurchfahrt musste Christine Scheyer tief durchatmen. Der Super-G war der Auftakt zu einem engen WM-Programm. Gepa

Christine Scheyer landet im WM-Super-G auf Rang 15. Die nächsten Herausforderungen warten schon auf die Götznerin.

Von Johannes Emerich

Platz 15. Christine Scheyer hat den WM-Super-G in St. Moritz auf jenem Platz beendet, den sie in dieser Saison bereits zwei Mal im Weltcup belegt hatte. Die Hoffnung auf eine Überraschung durch die Götznerin war zwar vergebens, doch Scheyer war mit ihrer Fahrt nicht unzufrieden: „Oben ist es sehr gut gegangen, nur unten hatte ich leider einen Fehler.“ Die hohe Startnummer 30 habe keine Rolle gespielt, obwohl die Piste an einigen Stellen relativ weich war. Auf dem Podest standen jedoch drei Damen mit einstelligen Nummern auf dem Trikot. Der Super-G war für die Abfahrtssiegerin von Zauchensee ein gutes Herantasten an die Strecke am Corviglia. Dort ist Scheyer zuvor nämlich noch kein Rennen gefahren. Heute sollte das erste Abfahrtstraining durchführbar sein. Das Gelände am St. Moritzer Hausberg gefällt der 22-Jährigen jedenfalls gut: „Es sind viele Übergänge drin, damit ist es eine knifflige Angelegenheit. Das liegt mir.“

Die Sympathie zur Strecke im Engadin könnte sich am Wochenende zu einer Liebesbeziehung entwickeln. Und zwar dann, wenn Scheyer in einem der zwei Bewerbe, in denen sie antreten wird, eine Überraschung gelingt. Am Freitag ist sie neben Michaela Kirchgasser, Ricarda Haaser und Rosina Schneeberger Teil des ÖSV-Quartetts in der Kombination. Im Gegensatz zu den anderen Bewerben gibt es in der Kombination keine eindeutige Favoritin. Das war in der Vergangenheit noch anders, damals gab es Läuferinnen wie Tina Maze, Maria Höfl-Riesch oder Anja Pärson, an denen es kaum ein Vorbeikommen gab, wenn sie denn ins Ziel kamen. So gewann den einzigen Kombinationsbewerb in der aktuellen Saison in Val d’Isere mit Laurenne Ross bereits eine Außenseiterin. Gut möglich, dass solch ein Coup einer der ÖSV-Damen gelingt. Nach dem Erfolg von Schmidhofer im Super-G ist das Selbstvertrauen jedenfalls groß.

Super-G-Ausfälle. Besonders motiviert wird Lindsey Vonn in den Kombibewerb starten. Der US-Amerikanerin rutschte im Super-G kurz nach dem Start der Stock aus der Hand, nach wenigen Augenblicken hatte sie ihn schon wieder unter Kontrolle. Doch dieser kurze Moment genügte, um die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin aus dem Konzept zu bringen. Sie wählte anschließend eine zu direkte Linie und verpasste ein Tor.

Ebenso wie Anna Veith, die nach guten Zwischenzeiten ausschied: „Ich wollte das Tor ganz eng nehmen, doch plötzlich wurde der Druck auf den Außenski so groß, dass ich nicht mehr standhalten konnte und ich fuhr am Tor vorbei.“ Der Ausfall ärgerte die Salzburgerin aus einem Grund nicht so sehr: „Ich habe alles probiert, bin jetzt nur heilfroh, dass meinem angeschlagenen Knie nichts passiert ist.“ Ganz nah dran an der Spitze war die WM-Debütantin Stephanie Venier. Nach einem schweren Fehler im Mittelteil der Engiadina-Piste fehlten der Tirolerin lediglich 0,4 Sekunden auf das Podest. Ihr Fazit: „Ich habe alles riskiert, aber leider nichts gewonnen.“

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