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Das Cupfinale als i-Tüpfelchen

In drei Tagen steigt im Herrenried das Cup-Endspiel. Obwohl sich Landesligist Schwarzach, gestern wurde der Aufstieg fixiert, heuer sehr viel Respekt verschafft hat, ist man gegen Westligist Hohenems in der Außenseiterrolle.

Von Günther Böhler

Wenn sich am Mittwoch (19 Uhr) der FC Schwarzach und der VfB Hohenems im Finale des 41. VFV-Toto-Cups gegenüber stehen, ist es für beide Mannschaften etwas ganz Besonderes. Die Schwarzacher stehen erstmals in der Klubgeschichte in einem Endspiel des Vorarlberger Pokalbewerbs, und für die Hohenemser ist es, da traditionellerweise im Herrenried gespielt wird, das „Finale dahoam“. Und wie immer birgt ein Klassenunterschied in einem Cup-Duell spezielle Brisanz.

Doch dass die Grafenstädter im eigenen Stadion spielen, stört Schwarzach-Trainer Markus Mader überhaupt nicht. „Wir sind zwar nur ein kleiner Verein, aber die Euphorie ist riesengroß. Da kommen sicher viele nach Hohenems. So etwa wird eine über hundertköpfige Abordnung mit eigens bedruckten T-Shirts, das wurde von der Mutter unseres Ersatztormanns organisiert, im Stadion sein“, weiß der 49-Jährige zu berichten. „Ich hoffe auf ein tolles Spiel für die Zuschauer. Am besten mit einem 4:4 mit anschließendem Elfmeterschießen.“

Spiegels Sehnsucht. Mit einem solchen Ablauf wäre wohl Gegenüber Rainer Spiegel nicht einverstanden. Das rührt auch daher, dass er sich vor genau 20 Jahren mit dem FC Dornbirn dem FC Lauterach im Penaltyentscheid knapp mit 3:4 geschlagen geben musste. Das war übrigens sein einziges Cup-Endspiel als Spieler, und es dauerte bis 2014, ehe er als Trainer erneut in diesen Genuss kam. Damals war er mit dem VfB Hohenems als Landesligist der Außenseiter und zog gegen Rekordpokalsieger Dornbirn mit 3:4 den Kürzeren. Und genau aus diesem Grund ist beim Erfolgscoach der Emser, die dieses Mal selbst in der Favoritenrolle sind, die Sehnsucht, sich endlich den Pott zu sichern, riesengroß. „Es ist an der Zeit, dass ich mir dieses Ding hole“, lässt der 44-Jährige wissen.

Für Mader hingegen wäre es nur eine Trainer-Premiere, denn er holte sich 1998 mit dem FC Hard (2:1 gegen SC Röthis) den Sieg. Zwei weitere Versuche als Aktiver hingegen scheiterten. „Mit Admira Dornbirn habe ich 2003 gegen den SCR Altach 0:2 und 1985 mit Bregenz gegen Viktoria (2:5) verloren“, kann sich der Schwarzacher Meistermacher noch ganz genau erinnern. Beim Bregenzer Cup-Derby war Mader übrigens gerade 18 Jahre alt, und bei den Viktorianern stand der jetzige VFV-Präsident Horst Lumper im Kader.

Freundschaft ruht. Aber zurück zu Mader und Spiegel, die keine gemeinsamen Vereinszeiten vorweisen können. Trotzdem verbindet die beiden, die zusammen im ­Altherren-Team der Rothosen weiterhin ihr Können zeigen, eine lange Freundschaft. ­Diese wird am Mittwoch für 90 ­Minuten, inklusive möglichem Elfmeterschießen, ruhen. „Wir kennen uns schon so lange, und nach der Partie setzen wir uns sicher gemütlich zusammen“, verrät der VfB-Trainer, und der Coach des Underdogs, der sich gestern vorzeitig den ­Meistertitel in der Landesliga sicherte, fügt noch hinzu. „Nach dem Spiel gehen sich sicher ein, zwei oder sogar drei Bierchen aus.“ Und neben dem Wunsch nach einem versöhnlichen Ausklang verbindet die beiden noch eines. Für Mader ist das Cupfinale das „i-Tüpfelchen“ der Saison, und Spiegel spricht von einem „Sahnehäubchen“ – und da gibt es wohl überhaupt keinen Unterschied.

<p class="caption">VfB-Coach Rainer Spiegel (l.) und Schwarzach-Trainer Markus Mader (r.) kennen sich gut. Stiplovsek, Sams</p>

VfB-Coach Rainer Spiegel (l.) und Schwarzach-Trainer Markus Mader (r.) kennen sich gut. Stiplovsek, Sams

<p class="caption">Im Vorjahr jubelte der FC Dornbirn. Klaus Hartinger</p>

Im Vorjahr jubelte der FC Dornbirn. Klaus Hartinger

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