Kommentar

Die Stimmung danach

Bisweilen gewinnt der Beobachter der Nationalteamszene den Eindruck, so manches würde einfach inszeniert, um die Leute halbwegs bei Laune zu halten. Ein beliebtes Mittel ist in diesem Zusammenhang das Verbreiten einer „guten Stimmung“. Das war auch im vergangenen Jahr der Euro-Tristesse nicht anders. Die Mannschaft war vor jedem Match in guter Stimmung.

Weil die These von diesem Gemütszustand für die Zeit nach den Spielen nicht aufrechtzuerhalten war, wurde das Thema ad acta gelegt. So lange, bis wieder eine neue Partie vor der Tür stand. Dann war es wieder zu hören. Es klang schon fast so, als würde es sich um eine Seuche handeln.

Diesmal besteht Grund zur Annahme, dass die Aussagen der Spieler und die tatsächliche Grundhaltung einander nicht widersprechen. Der Klang der Sprache vermittelte Glaubwürdigkeit, weil die Darstellung der Atmosphäre gleichzeitig zurückhaltender ausfiel. Es wirkte nicht aufgesetzt.

Wiederholt war in diesen Tagen von der Vorfreude auf dieses Spiel die Rede. Das sollte die Chance erhöhen, dass den Worten diesmal Taten folgen. Es geht heute um nicht weniger als die Zukunft des Nationalteams. Also muss der Vorsatz der Mannschaft lauten: Sorgen wir für gute Stimmung. Nach dem Spiel.

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