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Ein Spiel, das die Kraft für einen Neuanfang hat

Trainer Dave MacQueen (r.) konnte zufrieden sein mit sich und seinem Team um Keeper Ronan Quemener (oben). Gepa/Lerch (3)

Trainer Dave MacQueen (r.) konnte zufrieden sein mit sich und seinem Team um Keeper Ronan Quemener (oben). Gepa/Lerch (3)

Dornbirn gewinnt ein spektakuläres Spiel gegen Klagenfurt mit 4:3. Die 2124 Zuschauer im Messestadion sehen dabei eine beherzte Aufholjagd ihrer Bulldogs, die einen 0:2-Rückstand drehten.

Von Hannes Mayer

Es gibt Spiele, die das Zeug zum Neuanfang haben. Die gestrige Partie könnte ein solches Spiel gewesen sein. Nicht nur, weil die Dornbirner einen 0:2-Rückstand in einen Sieg verwandelten. Sondern vielmehr, weil sie im Verlauf der Partie ganz offensichtlich ihre Identität als Mannschaft entdeckten.

Dave MacQueen schickte seine Mannschaft wie erwartet mit veränderten Linien in die Partie. Er trennte das noch torlose Sturmtrio der ersten Linie. D‘Alvise beließ er im Einserblock und stellte ihm Scott Timmins und Brodie Reid zur Seite. Martin Grabher Meier lief in der zweiten Reihe neben Matt Fraser und Dustin Sylvester auf. Jamie Arniel stürmte in der dritten Linie an der Seite von Ziga Pance und Henrik Neubaur. Weiters rückte Olivier Magnan in die zweite Linie an die Seite von Offensivverteidiger Sean McMonagle, Connelly verteidigte für ihn im ersten Block neben Leduc. Mit diesen Umstellungen hauchte der Headcoach seiner Mannschaft neues Leben ein und wurde so zum NEUE-Star des Spiel. Auch wenn es dauerte, bis sich die Bulldogs in ihrer neuen Formation gefunden hatten.

Symbolisch. Schon in der 5. Minute gerieten die Bulldogs in Rückstand, Klagenfurts Julilan Talbot konnte abstauben. Weil D‘Alvise den Überblick verloren hatte. Dornbirn war beeindruckt, blieb in einer fast vierminütigen Überzahlphase blass. Und wenn sich die Hausherren wie in der 13. Minute D‘Alvise durch einen geschickt abgefälschten Schuss oder Grabher Meier drei Minuten später eine Chance erarbeiteten, fehlte entweder das Glück, die Leichtigkeit oder beides. Gegen Ende des Startdrittels kamen die Klagenfurter zu weiteren Chancen. Die Gastgeber konnten froh sein, mit nur einem Tor Rückstand in die Kabine gehen zu können.

Das 0:2 fiel dann nach nur 103 Sekunden im Mittelabschnitt. Wieder war D‘Alvise indisponiert, Thomas Koch konnte mühelos einschieben. Die Bulldogs waren nun angeknockt – doch in einer Überzahl kamen sie zurück ins Spiel. Neubauer lenkte in der 26. Minute einen Schuss von Connelly gekonnt zum Anschlusstreffer ins Tor ab. Das Tor küsste Dornbirn wach. Die Mannen von MacQueen spielten jetzt wie verwandelt. Allen voran D‘Alvise, der mit mächtig viel Wut im Bauch deren Offensivspiel ankurbelte und somit zu einer Schlüsselfigur bei den Dornbirnern wurde. Die Nummer 15 war es dann auch, die in der 31. Minute – 295 Sekunden nach dem 1:2 – zum Ausgleich für die Bulldogs traf. Das Momentum war jetzt aufseiten der Hausherren.

Das blieb auch im Schlussabschnitt so. In der 44. Minute sprang die Scheibe von der Bande einschussfertig vor die Kelle von Pance – und schon stand es 3:2 für den DEC. Euphorie entstand jetzt auf und abseits des Eises. In der 50. Minute hätte sich das Messestadion fast endgültig in ein Tollhaus verwandelt. D‘Alvise vergab jedoch die Vorentscheidung. Die gelang in der 56. Minute der groß aufspielenden vierten Linie nach einer Traumkombination von Dominic Haberl, Kevin Macierzynski und dem Torschützen Stefan Häußle.

Dramatik. In den Schlusssekunden setzten die Kärntner alles auf eine Karte, nahmen Goalie Duba aus dem Kasten und kamen 29 Sekunden vor dem Ende durch Jamie Lundmark auf 3:4 heran. Mehr noch: Quasi mit der Schlusssirene traf der Rekordmeister gar noch den Innenpfosten, von dort prallte die Scheibe parallel zur Torlinie zum bärenstarken Quemener. Wohl noch vor ein paar Tagen wäre der Puck in einer solchen Situation ins Tor geschlittert. Auch weil er es nicht tat, hat das Spiel sehr wohl die Kraft, ein Neuanfang zu sein.

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