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Von Sebastian Rauch

Fare-Woche wird zur Farce

Die Bundesliga setzt wieder einmal ein Zeichen gegen den Fremdenhass. Im Rahmen der Fare-Woche (siehe Factbox) sprechen sich die Vereine am 11. Spieltag gegen Rassismus und Diskriminierung aus. Ein wichtiges und leider auch in unserer Zeit immer noch notwendiges Zeichen. Doch ein Blick in die unmittelbare Vergangenheit macht die Fare-Wochen zu Farce-Wochen.

Denn nachdem Bernard Tekpetey aufgrund seines Torjubels, der eine Reaktion auf die rassistischen Anfeindungen im Cupspiel gegen Gurten war, gleich am nächsten Tag für ein Spiel gesperrt wurde, ist die Strafe für den Verein aus Oberösterreich immer noch ausständig. Ein Verfahren wurde eingeleitet, und wie es vonseiten des ÖFB damals hieß, „eine Entscheidung über mögliche Sanktionen (…) erfolgt zeitnah nach Einholung der Stellungnahmen und einem etwaigen mündlichen Verfahren.“ Passiert ist bisher nichts. Seit knapp einem Monat herrscht Stille in dieser Causa. Tekpetey hat seine Strafe abgesessen, Gurten gurkt aber weiterhin unbescholten in der Regionalliga Mitte herum.

Durch den Schiedsrichter dokumentierte und durch Zeugen belegte rassistische Anfeindungen haben nicht die Dringlichkeit, binnen eines Monats durch den ÖFB sanktioniert zu werden? Offensichtlich scheint in Österreich dem Kampf gegen Rassismus mit ein paar Täfelchen vor Spielbeginn Genüge getan.

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