Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Deutschland

Misserfolg ohne Konsequenz

Sowohl Nouri (kleines Bild) als auch Stöger (großes Bild) dürfen bei ihren Klubs vorerst weiterarbeiten. Reuters, GEPA

Sowohl Nouri (kleines Bild) als auch Stöger (großes Bild) dürfen bei ihren Klubs vorerst weiterarbeiten. Reuters, GEPA

Sowohl Kölns Peter Stöger als auch Bremens Alexander Nouri sitzen (noch) fest im Sattel.

Es gibt sie, die ungeschriebenen Gesetze im Fußball. Ausbleibende Erfolgserlebnisse am laufenden Band kosten einen Trainer gewöhnlicherweise den Job. In der deutschen Bundesliga ticken die Uhren (noch) anders. Nach acht Runden sind Werder Bremen (0:2 gegen Mönchengladbach) als 17. und der 1. FC Köln als Tabellenschlusslicht die einzigen beiden Klubs, die noch ohne vollen Erfolg dastehen. Immerhin hat die Mannschaft von der Weser mit vier Zählern schon drei mehr geholt als die Kölner.

Was die beiden Klubs noch eint, ist das Verhalten der Vereinsverantwortlichen. In Bremen wird weiter an Trainer Alexander Nouri festgehalten. „Das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Trainer funktioniert. Wir sind überzeugt, in dieser Konstellation und mit diesem Kader aus der Situation rauszukommen“, sagt Manager Frank Baumann.

Köln hält zu Stöger. Der schlechteste Saisonstart einer Mannschaft in der Bundesliga-Geschichte hat für Peter Stöger weiter keine Konsequenzen. Er genießt das Vertrauen von Manager Jörg Schmadtke: „Der Trainer ist nicht das Problem. So wie die Mannschaft auftritt, sieht man, dass sie gerne mit Peter arbeitet. Es gibt kein Schicksalsspiel oder Ultimatum für den Trainer.“ Am kommenden Sonntag treffen die beiden krisengeschüttelten Mannschaften aufeinander. Nach der Partie wird es interessant. Denn Nouri wird bei einer weiteren Niederlage nicht zu halten sein. Aber Achtung: Der 38-Jährige hat Bremen in der Vorsaison auf Platz acht geführt. Und das, nachdem er im Frühjahr bereits kurz vor der Ablöse stand. Möglich, dass er auch diesmal Steherqualitäten zeigt.

Stöger, der aufgrund seiner Erfolge in den vergangenen vier Jahren schier unendlichen Kredit zu haben scheint, sollte nur an kleinen Schräubchen drehen. Denn irgendwann sollte sich das zuletzt in Übermaß auftretende Pech in Glück verwandeln. Das sagt ein weiteres ungeschriebenes Gesetz. Ansonsten dürfte sein Kredit verspielt sein.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.