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Kommentar

Winterspiele im Abseits

Vorbei sind die Zeiten, als es ein Griss um die Vergabe von Olympischen Spielen gab und sich Städte darum rissen, die aufgehaltenen Hände der IOC-Granden zu füllen.

Die Krise im Zeichen der fünf Ringe wird immer öfter sichtbar. Auch die Doppelvergabe an Paris 2024 und Los Angeles 2028 wirkt nur auf den ersten Blick wie eine gute Lösung. Erstmals gab es keine Wahl. Weil es keine anderen Bewerbungen gab. Schon gar nicht aus einer westlichen Demokratie. Also erklärte man beide Städte zu großen Siegern und zahlt Zuschüsse in Milliardenhöhe.

Dass Olympia-Gastgeber oft lange für ihre Spiele zahlen, ist evident. Athen ging fast bankrott, London musste das Budget verdoppeln, Sotschi verpulverte 50 Milliarden Dollar, in Rio de Janeiro modert sogar das Maracana-Stadion vor sich hin.

Wen wundert es, dass Politiker oder ganze Bevölkerungen vor diesem Hintergrund auf Olympia pfeifen. Ob in Hamburg, Boston, Rom, Budapest, München oder Innsbruck. Sion wird mit seinem Ansinnen wohl ebenso scheitern wie Stockholm.

Weit und breit gibt es kein europäisches Land, das Winterspiele austragen will. Die alpinen Mutterländer stehen im Abseits. Also wird nach Pyeongchang und Peking im Jahr 2026 wohl Calgary anstelle Tirols zum Zug kommen.

Kanada muss die Bewerbung nur noch abschicken.

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