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„Das Turnier steht und fällt nicht mit Thiem“

Herwig Straka, Direktor des Wiener Stadthallen-Turniers, spricht über Absagen, Investorensuche, den Nullmeridian und vermeintliches „Weihnachtsgeld“. Von Alexander Tagger

Das Wiener Stadthallen-Turnier steht vor der Tür. Im Vorfeld setzte es mit den Absagen von Murray, Raonic und Berdych mehrere Dämpfer …

HERWIG STRAKA: Trotzdem können wir mit den Top-10-Spielern Alexander Zverev, Dominic Thiem und Grigor Dimitrow sowie einer Vielzahl an Spielern aus den ersten 20 ein tolles Feld bieten.

Was kann die ATP im Sinne der Veranstalter gegen so kurzfristige Absagen unternehmen?

Nichts, denn es verletzt sich ja niemand absichtlich. Die ATP kann höchstens hinterfragen, ob 62 Turniere im Jahr vielleicht doch zu viel sind.

Ist der Termin des Stadthallen-Turniers ungünstig, weil am Ende des Jahres naturgemäß mehr Spieler verletzt ausfallen?

Das habe ich die ATP auch gefragt. Dort heißt es, dass es auch zu Beginn des Jahres verletzte Spieler gebe und sich das über die Saison gesehen die Waage halten würde. Im Moment sind es auf alle Fälle mehr als sonst, doch sei dies ein statistischer Ausreißer.

Für Dominic Thiem setzte es zuletzt drei Erstrunden-Pleiten in Folge. Wie entscheidend ist ein erfolgreiches Abschneiden des Lichtenwörthers für Ihr Turnier?

Natürlich wäre es hilfreich, wenn Dominic weit kommt, doch das Turnier steht und fällt nicht mit ihm. Das haben die letzten Jahre gezeigt. Obwohl er stets früh gescheitert ist, waren wir am Wochenende voll. Und obwohl wir seit zwei Monaten den „THIEMstag“ mit Dominics erstem Auftritt promoten, ist der Tag nicht ausverkauft. Sein erfolgreiches Abschneiden ist aber prinzipiell wichtig, weil er damit Werbung für den Tennissport macht.

Sie haben Sebastian Ofner eine Wild Card gegeben. Die Gründe?

Seine Leistungen erinnern aktuell zwar an eine Achterbahnfahrt, doch könnte es in Wien wieder nach oben gehen. Ich traue ihm zu, dass er zumindest eine Runde weiterkommt. Wir überlegen stets genau, wem wir eine Wild Card geben – es soll ja kein Weihnachtsgeschenk sein, für das man ein nettes Preisgeld bekommt.

Um das Turnier weiterentwickeln zu können, sind Sie auf der Suche nach internationalen Sponsoren. Mit Erfolg?

Wir haben zwei neue Sponsoren an Bord, einen großen internationalen Partner aber noch nicht gefunden. Es gibt aber gute Gespräche.

Wirft das Stadthallen-Turnier denn Gewinn ab?

Wir bewegen uns da am Nullmeridian. Vergangenes Jahr waren die Zahlen leicht rot, heuer sind sie hoffentlich schwarz. Die Entwicklung ist ein langwieriger Prozess.

Wird Wien jemals in die Masters-Kategorie aufsteigen?

Träumen darf man immer. Jetzt heißt es aber, sich als 500er-Event zu konsolidieren.

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