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Mit Sobkova kam das Glück

Spiel­bericht. Vor 2400 Zuschauern besiegte Austria Lustenau die WSG Wattens mit 2:0. Zwei Freistoßtore von Daniel Sobkova bescherten Neo-Trainer Gernot Plass­negger ein perfektes Heimdebüt.

Von Johannes Emerich

Austria-Trainer Gernot Plassnegger hatte sich lange Zeit gelassen mit dem ersten Wechsel. Dabei war seiner Mannschaft nach der Pause nicht mehr viel Konstruktives gelungen. Doch aufgrund des Verzichts auf Lucas Barbosa – der Brasilianer musste als überzähliger Ausländer auf die Tribüne – waren die Alternativen auf der Bank überschaubar. Nach 76 gespielten Minuten gab der Steirer auf der Trainerbank schließlich seinem Routinier Daniel Sobkova das Zeichen zum Wechsel. Der 32-Jährige kam für Daniel Tiefenbach, der erneut eine sehr reife Vorstellung abgeliefert hatte. Gut fünf Minuten später ging Ronivaldo an der Strafraumgrenze zu Boden und Schiedsrichter Markus Hameter entschied auf Freistoß (82.). Sobkova legte sich den Ball 17 Meter vor dem Tor zurecht und schaute auf. Vor ihm baute sich eine Acht-Mann-Mauer der Wattener auf. Der Linksfuß lief an und hämmerte den Ball scharf in das Tormanneck – Wattens-Keeper Ferdinand Oswald blieb keine Zeit zur Reaktion. Es war die erlösende Führung für die Hausherren (83.).

Doch Sobkova legte noch eins drauf. Nur zwei Minuten später wurde er erneut zu einem ruhenden Ball gerufen, dieses Mal allerdings gut 30 Meter vom Tor der Tiroler entfernt. Als alle Akteure inklusive Oswald auf eine Flanke warteten, zirkelte das Austria-Urgestein den Ball genau ins linke Kreuzeck (85.). Der wunderbare Schuss wird als Teil sämtlicher Saisonrückblicke nicht allzu schnell vergessen sein.

Lahmer Start. Zu Beginn war wenig von der Euphorie zu spüren, die nach den Sobkova-Festspielen im Reichshofstadion herrschen würde. Die ersten 20 Minuten waren keine Werbung für den Fußball, zu häufig verloren beide Teams Ball und Ordnung. Aus der ersten guten Aktion erzielten die Lustenauer gleich ein Tor, welches von Hameter fälschlicherweise aberkannt wurde. Der Referee hatte den Torschützen Jodel Dossou im Abseits vermutet (21.). Es war der Beginn einer guten Austria-Phase. Christopher Drazan schaffte es jedoch ebenso wenig einen Bilderbuchkonter zu verwandeln (32.) wie Majeed Ashimeru nach perfekter Dossou-Ablage (41.). Doch auch Wattens kam zu Großchancen. Die grün-weißen Hausherren mussten sich bei Torhüter Alexander Sebald bedanken, der mit zwei starken Paraden (37., 45.) einen Rückstand verhinderte.

Sobkova trifft aus dem Nichts. Nach der Pause verbuchten die Gäste eine Dreifachchance, die erneut zu Sebalds Beute wurde (47., 48., 48.). Anschließend verlor das Spiel wieder an Fahrt. Zwei schlecht zu Ende gespiel­ten Angriffe von Ronivaldo blieben lange die einzigen Aufreger in der Nähe des Wattener Tores (65., 79.). Die Gäste kamen zu vielen Eckbällen und hatten nun deutliches Übergewicht, doch die Tiroler ließen die letzte Konsequenz vermissen. Vieles deutete auf ein torloses Remis, bis endlich Sobkova das Feld betrat und sein Feuerwerk abbrannte, auf das Wattens keine Antwort mehr hatte.

Mit dem 2:0-Erfolg ist der Start Plassneggers als Austria-Coach geglückt. Zum ersten Mal in dieser Saison blieben die Grün-Weißen zwei Spiele in Folge ohne Gegentor und siegreich. Unter dem neuen Trainer sind deutliche Verbesserungen sichtbar, seine Elf wirkt kompakter und findet mehr spielerische Lösungen. Doch die Partie gegen Wattens hat auch bewiesen, dass die Austria noch weit von einem Spitzenteam entfernt ist. Doch eines ist zurück, und das ist der Glaube an die eigene Stärke.

<p class="caption">Wattens-Torwart Ferdinand Oswald musste sich gegen Lustenau in sechs Spielen 16 Mal geschlagen geben.  Gepa/Lerch</p>

Wattens-Torwart Ferdinand Oswald musste sich gegen Lustenau in sechs Spielen 16 Mal geschlagen geben.  Gepa/Lerch

Daniel Sobkova

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