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Altach zittert sich zum Sieg

Spielbericht. Die Rheindörfler führen gegen den WAC bereits mit 3:0 und erleben in der Schluss­phase noch bange Minuten. Am Ende gewinnen die Vorarlberger aber mit 3:2 und fahren drei Punkte ein.

Von Sebastian Rauch

Eines kann man den Wolfsbergern nicht vorwerfen. Und zwar, dass sie keine aufmerksamen Gäste wären. Denn zum 50. Geburtstag des Altacher Cheftrainers Klaus Schmidt brachten die Kärntner aus dem Lavanttal zwei Gastgeschenke mit. Die Hausherren waren jedoch zu höflich, diese anzunehmen.

Nach nur drei Minuten unter­lief der WAC-Defensive beim Herausspielen ein schwerer Bock, durch den Hannes Aigner im Strafraum an den Ball kam. Seine Flanke auf den am langen Pfosten wartenden Mathias Honsak fiel aber zu hoch aus. Nur fünf Minuten später kam Honsak dann aber an den Ball. Wieder wurde das Spielgerät 20 Meter vor dem Tor vom Gegner serviert. Der Schuss des Altachers verfehlte aber abgefälscht knapp das Tor.

Überragender Dobras. Die folgende restliche Hälfte sollte dann aber nicht das halten, was der durchaus gute Start versprochen hatte. Schmidt hatte im Vergleich zum Admira-Spiel vergangene Woche umgestellt. Valentino Müller mimte den Außenverteidiger für den verletzten Andreas Lienhart. Emanuel Sakic war aus disziplinären Gründen nicht im Kader. Patrick Salomon sowie Philipp Netzer standen wieder in der Startelf. Emanuel Schreiner ersetzte Bernard Tekpetey, der gemeinsam mit Simon Piesinger und Stefan Nutz auf der Bank Platz nahm.

Vieles im Altacher Spiel lief in Hälfte eins über die linke Seite mit Honsak und Schreiner, jedoch hatte das Duo immer wieder Probleme mit der Ballkontrolle. Auch dem Umstand geschuldet, dass viele Zuspiele ungenau oder zu spät kamen, wodurch immer wieder Tempo verloren wurde. Angetrieben von einem spielerisch überzeugenden Kristijan Dobras und dem zweikampfstarken Zwischenbrugger kamen die Hausherren dennoch zu Chancen. Dobras (20.,23.) schoss zunächst aus aussichtsreicher Position vorbei, anschließend fiel der Abschluss zu zentral aus.

Führung zur Pause. Die Gäste präsentierten sich in ihrer Spielanlage eindimensional. Immer wieder wurde mit langen Bällen Stürmer Issiaka Ouedraogo gesucht, der aber gegen den robusten Netzer einen schweren Stand hatte. Die beste Möglichkeit der Kärntner hatte nach 25 Minuten Mario Leitgeb, der völlig frei nach einer Ecke aus sieben Metern über das Tor köpfte.

Die folgenden 20 Minuten passierte dann nur wenig, ehe Dobras mit einem Paukenschlag zum Pausentee bat. Unmittelbar vor dem Gang in die Kabine setzte der Mittelfeldakteur einen Freistoß aus 20 Metern mustergültig über die Mauer in die Maschen.

Altach startete mit einer 1:0-Führung in den zweiten Durchgang, in welchem sich die Ereignisse zwischen Minute 62 und 66 überschlagen sollten. Zunächst war es wieder Dobras, der drei Gegenspieler auf sich zog und dann noch das Auge für den mitgelaufenen Zwischenbrugger hatte. Der Bregenzerwälder flankte stramm zur Mitte, wo am Fünfmeterraum Christian Gebauer angerauscht kam und den Ball wuchtig einköpfte. Nur 120 Sekunden später der idente Spielzug. Außenverteidiger Müller war diesmal Flankengeber, und in der Mitte ließ sich Aigner per Kopf nicht zwei Mal bitten. Die Partie schien gelaufen.

Großes Zittern. Doch der Jubel über das 3:0 war noch nicht verebbt, da schrieb auch der WAC an. Nach einem simplen Chip über die hochstehende Viererkette hatte Bernd Gschweidl freie Bahn, legte den Ball an Kobras vorbei und traf. Nun begann unerklärlicherweise das Zittern auf Altacher Seite. Obwohl noch mit zwei Treffern in Front, wurde die Spielweise über Bord geworfen, und die Ruhe ging verloren. Das Glück wurde ebenfalls strapaziert, als Zwischenbrugger Mihret Topcagic im Strafraum foulte, die Pfeife von Schiedsrichter Andreas Heiß aber stumm blieb. Es war nicht das einzige Mal, dass der Unparteiische auf beiden Seiten eine zu pfeifende Aktion übersah.

Den Elfmeter für die Gäste gab es dann aber doch noch. Müller kam mit einem Tackling gegen Flecker zu spät, und den fälligen Elfmeter verwandelte Daniel Offenbacher in der 90. Minute. Aufgrund zahlreicher Unterbrechungen ordnete Heiß dann noch sechs Minuten Nachspielzeit an, in welcher sich die Altacher mit Mann und Maus gegen die zahlreichen hohen Bälle stemmten. Am Ende brachten die Hausherren mit großem Zittern den Sieg über die Zeit und bescherten ihrem Coach doch noch einen schönen Geburtstagsabend.

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Am Ende verteidigten die Altacher mit Mann und Maus. Gepa/Lerch (5)

Der 25-Jährige sorgte für die spielerische Note im Spiel und war an allen drei Treffern beteiligt. Zwischenbrugger hielt ihm gekonnt den Rücken frei, und der Mittelfeldmann nützte seine Freiheiten ideal.

Stimmen zum Spiel

„Die ersten 65 Minuten waren gut, und wir waren die bessere Mannschaft. Mit dem 1:3 haben wir Probleme bekommen und haben nicht die Konter gesetzt, die es gebraucht hätte. Es war ein glücklicher Sieg, aber auch im Großen und Ganzen verdient.“

Klaus Schmidt,
Trainer SCR Altach

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