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Thiem buhlt um die Liebe von Wien

Dominic Thiem und Wien – das ist bis dato eine unerwiderte Liebe. Heute startet der 24-Jährige seinen achten Anlauf in der Stadthalle und führt eine Statistik an.

Von Alexander Tagger

Die Diskussionen um die Frage, wer denn nun Österreichs größtes Sport-Aushängeschild ist, sind mühsam. Aktuell darf die „Alpenrepublik“ mit berechtigtem Stolz jedenfalls gleich auf mehrere Größen verweisen. Sei es nun Ski-Kaiser Marcel Hirscher, der begnadete Ballesterer David Alaba oder Tennis-Ass Dominic Thiem – sie alle rücken das Land der Berge mit ihren Erfolgen in der großen, weiten Welt in ein positives Licht.

Bleibt man bei den genannten drei Herrschaften, so hat Thiem laut einer Statistik derzeit aber in einer Hinsicht die Nase vorne. Nämlich, was die Präsenz in der heimischen Medienlandschaft betrifft. So wurde der Lichtenwörther im Printbereich der 15 österreichischen Tageszeitungen im Zeitraum zwischen 1. November 2016 und 10. Oktober 2017 exakt 5181 Mal namentlich erwähnt und verwies damit Hirscher (4321) und Alaba (4152) klar auf die Plätze. Bei den Damen führen mit Nicole Schmidhofer (1083), Michaela Kirchgasser (917) und Stephanie Venier (762) übrigens drei Skifahrerinnen die Statistik an.

Inwieweit diese Medienpräsenz auch in die Entscheidung einer heimischen Groß-Bank, die erst kürzlich ihren Werbeträger Alaba durch Thiem ersetzt hat, hineingespielt hat, ist nicht bekannt. Fakt ist, dass im rot-weiß-roten Sport derzeit am Weltranglisten-Sechsten kaum ein Weg vorbeiführt.

Thiems Erfolge sind natürlich ein Zuschauergarant und daher auch für die heimischen Turnierveranstalter ein entscheidender Baustein. Musste Kitzbühel heuer auf einen Auftritt des Paris-Halbfinalisten verzichten, so darf man diese Woche bei der Erste Bank Open wieder auf den gewinnversprechenden Thiem setzen und zugleich hoffen, dass er dem Stadthallen-Spektakel 2017 möglichst lange erhalten bleibt.

Wenn der 24-Jährige heute (nicht vor 19 Uhr, ORF eins & Sky live) gegen den Russen Andrej Rubljow das Parkett am Roland-Rainer-Platz betritt, ist es bereits das achte Mal, dass der Lichtenwörther in der Bundeshauptstadt aufschlägt. Blickt man in die Vergangenheit, so waren die bisherigen Darbietungen des achtfachen Turniersiegers in seiner Heimat allerdings nicht die ruhmreichsten. Das höchste an Erfolgsgefühlen erlangte Thiem 2013 mit dem Viertelfinal-Einzug. Vergangenes Jahr musste sich der Österreicher, erstmals als Top-10-Spieler angetreten, im Wiener Achtelfinale überraschend dem Serben Viktor Troicki in zwei Sätzen unterwerfen.

Auch heuer sind die Erfolgsaussichten nicht die allerbesten, stolperte Thiem doch zuletzt in Asien gleich drei Mal bereits zum Auftakt. In der Donaustadt könnte sich für den an Nummer zwei gesetzten Bresnik-Schützling nun aber möglicherweise alles zum Guten wenden. Trotz seiner mäßigen Bilanz wurde Thiem in den vergangenen Jahren auch nie müde zu betonen, dass er es liebe, seine Tenniskünste in Wien vor eigenem Publikum vorzuführen. Hoffentlich wird diese Liebe von der Donaumetropole heuer endlich erwidert.

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