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Dmitrovic liebäugelt mit einem Wintertransfer

Filip Dmitrovic darf heute im Cupspiel gegen Sturm von Beginn an ran. GEPA

Filip Dmitrovic darf heute im Cupspiel gegen Sturm von Beginn an ran. GEPA

Filip Dmitrovic darf heute in Graz (18 Uhr) gegen Sturm von Beginn an ran. Der 22-Jährige möchte das Spiel als Bühne nützen, um sich in die Auslage zu spielen.

Von Sebastian Rauch

Filip Dmitrovic hatte sich das irgendwie anders vorgestellt. Der 22-jährige Torhüter steht auf Leihbasis bei Bundesligist SCR Altach unter Vertrag. Eigentlich gehört der Serbe dem LASK, jedoch hatte er in Linz im Kampf um die Nummer eins im Tor das Nachsehen gegenüber Pavao Pervan. Aus diesem Grund zögerte Dmitrovic nicht lange, als die Altacher Ersatz für den verletzten Stammtorhüter Andreas Lukse suchten. „In der Regionalliga habe ich immer gespielt. Dann, als Pervan verletzt war, auch beim LASK. Nun wollte ich in die Bundesliga kommen und dort natürlich auch spielen“, erzählt der Keeper.

Die Nummer zwei. Doch die Rechnung ging bis dato nicht auf. Martin Kobras ist in Altach die Nummer eins und Dmitrovic blieben bisher Spiele in der Bundesliga verwehrt. Nur in zwei Pflichtspielen, nämlich im Cup gegen die unterklassigen Mannschaften FC Dornbirn und Union Gurten, hütete der Schlussmann das Tor der Rheindörfler.

„Ich habe mich der Situation stellen müssen, denn ich habe das am Anfang nicht erwartet“, erklärt der 22-Jährige und gesteht somit, dass er zum Zeitpunkt seines Wechsels überzeugt war, in Altach Stammspieler zu sein. Kobras hat sich jedoch nichts zuschulden kommen lassen und seine Leistungen auch im Europacup abgerufen. Für Trainer Klaus Schmidt und Tormanncoach Sebastian Brandner gibt es keinen Grund, den Bregenzerwälder durch seinen Backup zu ersetzen.

„Es war in der Vorbereitung ein normaler Kampf um die Nummer eins. Natürlich habe ich gehofft, dass ich es dann auch sein werde. Jetzt muss ich mich der Situation stellen. Wir haben sehr gute Trainingseinheiten, was mir persönlich natürlich auch sehr wichtig ist“, sagt der Serbe. Dmitrovic sieht das Abenteuer Altach mittlerweile auch als positive Erfahrung bezüglich seines Reifeprozesses. Sich hängen zu lassen aufgrund des Nummer-2-Status kommt für den Torhüter nicht infrage. „Ich mache das für mich und wenn ich mich hängen lasse und nicht ordentlich trainiere, dann kann mir das zukünftig schaden. Das habe ich mir bewusst gemacht. Für meine Psyche und Mentalität ist es vielleicht auch mal gut, damit umgehen zu müssen.“

Wechsel möglich. Dennoch, nur mit Training möchte sich der ehrgeizige Schlussmann nicht zufrieden geben. „Ich muss jetzt dann wieder zu Spielen kommen. Ich bin 22 und jeder sagt, ich sei noch jung. Aber ich bin jung und hungrig. Ich will im Tor stehen und mich präsentieren.“

Eine Möglichkeit sich zu zeigen bekommt er heute, wenn es im Achtelfinale des ÖFB-Cups gegen Bundesliga-Konkurrent Sturm Graz geht. „Das ist eine Chance, damit die Leute in Österreich und der Markt mich nicht vergessen. Ich kann zeigen, dass ich immer noch Qualität und Potenzial habe.“

Gar nicht denken möchte Altachs Nummer zwei an ein mögliches Ausscheiden. Mit einer Niederlage wäre es mit Pflichtspieleinsätzen, sofern Kobras fit bleibt, dann nämlich voraussichtlich vorbei. Aus diesem Grund möchte sich Dmitrovic die Option offenhalten und seinen im Sommer auslaufenden Leih-Vertrag eventuell schon vorab aufkündigen. Für den Fall, dass sich im Winter interessierte Klubs melden, bei denen er als Stammspieler im Tor stehen könnte.

„Ich schaue gemeinsam mit dem Verein, wie die Torhütersituation ist. Aber der Klub hofft sicher, dass Lukse wieder zurückkommt, weil er hier die Nummer eins ist. Und ich schaue für mich. Dann werden wir sehen, wie wir zusammenkommen und was passiert. Ich habe zwar bis Sommer einen Vertrag, aber vielleicht passiert ja schon früher etwas“, liebäugelt die LASK-Leihgabe mit einem Wintertransfer. Bis in dieser Richtung eine Entscheidung gefallen ist, wird Dmitrovic aber weiterhin im Training alles geben. Und mit seinem Humor die Truppe bei Laune halten. Der Keeper ist bei seinen Mitspielern sehr beliebt und hat meistens ein Lächeln auf den Lippen. „Es kommt schon auch vor, dass ich mal grantig bin, aber wenn ich mit den Jungs am Platz stehe, dann habe ich nunmal die meiste Freude.“

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Kampf gegen die Unserie

Altach kämpft in der Merkur Arena gegen eine fast 50 Jahre währende Misere. Vorarlberger Klubs haben in Graz gegen Sturm seit November 1967 (Schwarz-Weiß Bregenz) nicht mehr gewonnen. Seit dem Bundesliga-Aufstieg der Altacher haben diese in Graz in 13 Spielen elf Mal verloren. Im jüngsten Antritt waren sie bei einem torlosen Remis im September aber die bessere Elf, spielten jedoch ab Minute 43 in Überzahl.

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