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Kommentar

Eine Frage des Anstands

Es ist definitiv kein einfaches Jahr für Herwig Straka, den Turnierveranstalter der Erste Bank Open.

Schon bevor in der Stadthalle der erste Ball über die Netzkante flog, flatterten die Absagen gleich mehrerer Topstars in sein Büro.

Glaubte der Grazer, mit dem Turnierstart am Montag das Schlimmste überstanden zu haben, erhielt er auch noch von dem an Nummer drei gesetzten Grigor Dimitrow einen Korb. Der Bulgare sei zu erschöpft und könne daher in Wien nicht antreten.

Ein dürftiges Argument, das Straka ein weiteres Ass in seinem dennoch starken Starterfeld kostet. Außerdem hätte der Steirer mit der an Dimitrow vergebenen Wildcard natürlich noch ein anderes Kaliber in die Donaustadt lotsen können. Wenn das „No“ des Weltranglisten-Achten rechtzeitig eingetrudelt wäre …

Geschützt sind die Veranstalter vor solchen Absagen vonseiten der ATP nicht. Denn sobald ein Spieler (wie Dimitrow in Wien) beim Turnier erscheint, dann aber nicht spielt, drohen ihm keinerlei Konsequenzen.

Und somit können Turnierorganisatoren wie Straka nur auf Verantwortung und Anstand der Tennis-Protagonisten hoffen.

Zwei wesentliche Charakterzüge, die in der geldgetriebenen Welt von heute leider immer mehr an Bedeutung verlieren.

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