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Bulldogs verpassen es nachzulegen

Ex-NHL-Spieler Matt Fraser ist mit zehn Treffern der beste Torschütze der Dornbirner.  GEPA/Lerch

Ex-NHL-Spieler Matt Fraser ist mit zehn Treffern der beste Torschütze der Dornbirner.  GEPA/Lerch

Vor 2410 Zuschauern verlieren die Bulldogs 2:3 nach Penaltyschießen gegen Fehervar und holen damit vier Punkte aus dem Heimdoppel. Eine durchaus gute Ausbeute, wenngleich auch gegen die Ungarn ein Sieg möglich gewesen wäre.

Von Hannes Mayer

Am Ende jubelten die Ungarn und ärgerten sich die Dornbirner – über viele vergebene Chancen, ein im Schlussabschnitt aus der Hand gegebenes Momentum. Und wegen des Schiedsrichters, der kein glückliches Händchen bei den Entscheidungen hatte. Wenngleich Dave MacQueen keine Ausreden gelten lassen wollte: „Wir waren nicht so heiß wie gegen Znojmo.“

Referee. Zu Beginn waren die Bulldogs sehr wohl gewillt, gegen die Ungarn offensiv da weiterzumachen, wo sie gegen Znojmo aufgehört hatten. Beim 8:5-Sieg gegen die Tschechen hatten die Dornbirner ein offensives Feuerwerk gezündet. Mit dem Selbstvertrauen aus diesem fulminanten Sieg starteten die Bulldogs offensiv gegen Fehervar und trafen schon in der zweiten Minute die Stange. Das frühe Tor fiel aber auf der anderen Seite, weil die Messestädter eben auch defensiv dort weitermachten, wo sie gegen Znojmo aufgehört hatten, als sie Goalie Ronan Quemner so manches mal alleine ließen. So war es gestern auch in der fünften Minute gegen die Ungarn. Janos Hari konnte sich in Überzahl unbedrängt durchtanken und traf zur Gäste-Führung .

Dornbirn wollte den schnellen Ausgleich, kam nun im Minutentakt zu Chancen. In der zehnten Minute entpuppte sich dieser Eifer als Übereifer: Matt Fraser ging an der Bande nicht zur Scheibe, wodurch Fehervars Arttu Luttinen alleine auf das DEC-Tor zustürmen konnte, wo Quemener in extremis spektakulär rettete. Der Franzose griff mit der linken Hand hinter seinen Körper und schaffte es, dem Puck in der Luft akrobatisch eine Richtungsänderung zu geben. In der 16. Minute war dann die DEC-Welt kurzzeitig wieder in Ordnung: Pance, der am Vortag vier Treffer erzielte, setzte Kapitän Jamie Arniel mustergültig in Szene. Dornbirns Nummer neun bedankte sich mit dem Ausgleich.

Der Mittelabschnitt entwickelte sich zu einem Abnützungskampf, bei dem die Ungarn mit aggressivem Hockey immer mehr die Spielkontrolle übernahmen. In der 27. Minute war es aber Dustin Sylvester, der die große Chance auf das dritte Tor des Abends hatte. Sein Schuss prallte gegen die Latte. Jetzt wurde das Spiel ein offener Schlagabtausch. In der 28. Minute parierte erst Quemener überragend, dann vergab Chris D‘Alvise eine Großchance. Sechs Minuten und eine DEC-Überzahl später gingen die Ungarn erneut in Führung. Dabei hatte Quemener die Scheibe unter den Schonern, Fehervars David Gilbert stocherte das Spielgerät wieder frei, Sylves­ter bekam den Puck nicht weg und Hari drückte die Scheibe über die Linie. Doppelt bitter: Das Tor war irregulär, weil sechs Magyaren auf dem Eis standen.

Die Bulldogs antworteten mit wütenden Angriffen, hatten Chance um Chance. In der 39. Minute schickte der Schiedsrichter Pance für einen vermeintlichen Check gegen die Bande für vier Minuten auf die Strafbank, was wieder eine Fehlentscheidung war. Dass der Referee zuvor einen Stockstich gegen Sylvester nicht ahndete und auch ein hoher Stock gegen Martin Grabher Meier folgenlos blieb, stellt ihm kein gutes Zeugnis aus.

Momentum. Die Bulldogs überstanden die Unterzahl und glichen in der 46. Minute neuerlich durch Arniel aus. Jetzt hatten die Dornbirner das Spiel unter Kontrolle, doch durch zwei Strafen wegen Spielverzögerung gaben sie diese wieder aus der Hand. Und waren im Gegenteil zu Beginn der Verlängerung arg in Bedrängnis, in der sie 82 Sekunden in Unterzahl agierten. Wieder blieb der DEC ohne Gegentor. So musste das Penaltyschießen entscheiden, bei dem Fehervars Hari und Dornbirns Fraser trafen. Am Ende ließ Lattendresse Fehervar jubeln.

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