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Alps Hockey League

Lustenaus Derby-Kaiser

Lustenaus Thomas Auer „leidet“ auch nach fast 20 Jahren immer noch am Derby-Fieber. Dietmar Stiplovsek

Lustenaus Thomas Auer „leidet“ auch nach fast 20 Jahren immer noch am Derby-Fieber. Dietmar Stiplovsek

Für Lustenau-Oldie Thomas Auer gibt es nichts Schöneres als Derbys, wobei das heutige gegen Feldkirch immer noch einen ganz besonderen Reiz auf ihn ausübt.

Von Günther Böhler

Endlich ist es so weit. Am 50. Tag des Meisterschaftsbetriebs in der Alps Hockey League kommt es zum ersten Ländle-Derby in dieser Saison (19.30 Uhr). Austragungsort ist die Lustenauer Rheinhalle und da die VEU Feldkirch beim EHC antritt, steigt also das ewig junge Duell der beiden Erzrivalen. „Schon früher war diese Rivalität etwas ganz Besonderes. Egal wie der Zwischenstand in der Tabelle ist, es geht immer darum, wer aktuell der Chef am Eis ist“, verrät Lustenau-Stürmer Thomas Auer, der sozusagen der „Derby-Kaiser“ in Vorarlberg ist.

Schon in Bundesliga dabei. Der Hohenemser, der im Jahr 1999 bei Lustenau als 17-Jähriger seine Karriere startete, gehört außerdem zu der beinahe ausgestorbenen Spezies, die schon bei einem Aufeinandertreffen in Bundesliga-Zeiten dabei war. Und zwar in der letzten Saison (2002/03) des EHC Lustenau in der obersten Spielklasse. „Ich kann mich noch speziell an den 5:3-Auswärtssieg erinnern“, lässt Auer, der danach von Lustenau zur VEU (Anm.: ein Jahr später war auch für Feldkirch in der Bundesliga Schluss) und dann zum EC Salzburg sowie HC Innsbruck wechselte, wissen.

Nach seiner Rückkehr ins Ländle kam der Emser dann lange in der damaligen Nationalliga beim EC Dornbirn (2007 bis 2012) in den Genuss von vielen Derbys, denn mit Lustenau, Feldkirch und dem Bregenzerwald waren gleich drei weitere Vorarl­berger Teams in der Liga vertreten. Und jetzt trägt Auer mittlerweile schon wieder die siebte Saison das Dress der Lustenauer Löwen. „Egal in welcher Liga, solche Spiele sind immer das i-Tüpfelchen in der Meisterschaft. Wir sind schon die ganze Woche heiß auf diese Partie. Auch bei einem alten Fuchs, wie ich es bin, ist das nicht anders“, verrät der zweifache Familienvater, der in acht Tagen seinen 35. Geburtstag feiert.

Kleinigkeiten entscheiden. „Egal ob verfrühtes Geburtstagsgeschenk, Weihnachten oder sonstiges – wir müssen gewinnen“, stellt Auer ganz klar fest. Bei diesem Vorhaben werden laut dem Offensiv-Crack Kleinigkeiten entscheiden. „Jeder kennt jeden, da gibt es keine Experimente.“ Ob am Ende das Überzahlspiel den Ausschlag gibt, wird sich weisen, denn mit jeweils knapp 13 Prozent Powerplay-Rate gehören beide Mannschaften nicht zu den Topteams der AHL.

Und man darf auch gespannt sein, ob der ehemalige „böse Bube“, Auer hat in seiner Gesamtbilanz über 1500 Strafminuten vorzuweisen, heute auf der Strafbank Platz nehmen muss. „Ich habe viel ausgeteilt, aber auch eingesteckt. Doch das Hockey hat sich geändert und in den letzten Jahren auch ich“, hält Auer fest. Er verspricht aber trotzdem viel Emotionen und vor allem Einsatz pur in einer hoffentlich ausverkauften Rheinhalle.

Gradmesser für ECB. Dies gilt hoffentlich auch im Messestadion beim Aufeinandertreffen des EC Bregenzerwald mit Asiago Hockey (19.30 Uhr). Die Wälder konnten in ihren letzten sechs Spielen immer Punkte anschreiben. Damit sind die drittplatzierten Venetier, die bisher nur eine Partie in der regulären Spielzeit verloren haben, ein richtig guter Gradmesser für die Wälder.

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