Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Stimmen zum Spiel

Altachs Sturm war ein laues Lüftchen

Stankovic holte Tekpetey von den Beinen und sah dafür nur Gelb (oben). Den einzigen gefährlichen Torschuss der Altacher gab Dobras ab, doch der RBS-Goalie parierte den Freistoß (unten links). APA (3), GEPA

Stankovic holte Tekpetey von den Beinen und sah dafür nur Gelb (oben). Den einzigen gefährlichen Torschuss der Altacher gab Dobras ab, doch der RBS-Goalie parierte den Freistoß (unten links). APA (3), GEPA

Spiel- bericht. Altach verliert in Salzburg gegen den Meister mit 0:2 (0:1). Dabei geben die Rheindörfler in 90 Minuten lediglich zwei Schüsse auf das Tor ab. Zu wenig, um aus der Mozartstadt etwas mitzunehmen.

Von Sebastian Rauch

Eine Unachtsamkeit reichte aus. Valentino Müller und Christian Gebauer waren sich auf der rechten Abwehrseite nicht einig. Sowohl der Vorarlberger als auch der Tiroler waren zu weit nach innen gerückt und hatten im Rücken Andreas Ulmer vergessen. Den dadurch entstehenden Raum nutzten die Salzburger dank eines öffnenden Passes auf den Außenverteidiger ideal. In aller Ruhe konnte der ehemalige Nationalspieler in den Strafraum ziehen. Ein Pass ins Zentrum auf den heranstürmenden Hannes Wolf folgte, und der 18-Jährige hatte keine Mühe, das Spielgerät im Tor unterzubringen.

Defensiver Beginn. Bis dahin hatten die Vorarlberger die Vorgaben von Trainer Klaus Schmidt gut umgesetzt. Zumindest defensiv. Denn die Mozartstädter taten sich gegen die kompakt stehende Abwehr der Rheindörfler schwer. Bis zum Tor, sprich bis zur 29. Minute, hatten die Hausherren keine nennenswerte Offensivaktion aus dem Spiel heraus. Mit zwei Viererketten stemmten sich die Altacher gegen den Meister, Kristijan Dobras und Bernard Tekpetey versuchten, vorgezogen den Gegner im Aufbau zu stören. Meist mit elf Mann in der eigenen Hälfte und den vordersten Mann nur 20 Meter vor dem eigenen Strafraum positioniert, ließen die Gäste den individuell überlegenen Salzburgern keine Räume, ihr gefürchtetes Kombinationsspiel aufzuziehen.

Die defensive Taktik Schmidts sah genau das vor, offensiv fanden die Gäste in den ersten 45 Minute jedoch nicht statt. Die Altacher taten sich schwer, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, und die Salzburger wussten die Rheindörfler gut zuzustellen, wodurch sie nie in eine Kontersituation kamen. Nicht einen Torschuss gaben Tekpetey und seine Kollegen im ersten Durchgang ab. Dann kam die eingangs erwähnte 29. Minute und der Gegentreffer. Danach hatten die Altacher auch defensiv Mühe, ihre Reihen geschlossen zu halten. Die Salzburger kombinierten nun sicherer und kamen auch zu Abschlüssen. Die beste Gelegenheit parierte Torhüter Martin Kobras stark gegen Munas Dabbur, der am langen Eck zum Schuss kam.

Offensiver ausgerichtet. Nach der Pause trauten sich die Vorarlberger etwas mehr zu und pressten früher an, um den Aufbau des Meisters zu stören. Anfänglich klappte die taktische Umstellung gut, die Hausherren hatten ihre Probleme mit nun aggressiver kommenden Altachern.

Aus dieser Phase resultierte auch die beste Chance der Gäste. Jan Zwischenbrugger schickte Tekpetey, und der wurde vom herauseilenden Torhüter von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter zückte nur Gelb, auch weil sich der Ghanaer den Ball nach außen vorlegte und in der Mitte noch zwei Salzburger mitgelaufen waren. Den fälligen Freistoß zirkelte Dobras (52.) gut über die Mauer, Keeper Cican Stankovic präsentierte sich aber ebenso stark. Kurz darauf gab es noch einen Aufreger, als Verteidiger Duje Caleta-Car seinem Gegenspieler Benedikt Zech nach einer Ecke den Ellbogen ins Gesicht rammte. Im Strafraum wohlgemerkt. Schiedsrichter Manuel Schüttengruber übersah die Szene.

Ohne Nachdruck. Danach flachten die Angriffsbemühungen der Schmidt-Truppe wieder ab und der anfängliche Sturm entpuppte sich nur als laues Lüftchen. Zwar spielten die Rheindörfler gefällig mit, richtig zwingend wurden sie aber nicht mehr. Als Amadou Haidara in Minute 81 dann per Weitschuss das 2:0 besorgte, war die Partie entschieden. Für die Altacher war es die dritte Auswärtsniederlage im sechsten Spiel bei nur einem Sieg.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.