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Im zweiten Lauf löste Brunner die Handbremse

Nur 18 Hundertstel fehlten der Tirolerin auf den ersten Podestplatz. In ihrem Sog fuhren fünf weitere Österreicherinnen unter die Top 20.

Von Sandra Mathelitsch

Es war ein eine Art Déjà vu, das Stephanie Brunner beim Weltcupauftakt am Rettenbachgletscher erlebte. Denn wie im Vorjahr wurde die Tirolerin beste Österreicherin in Sölden – und erneut landete sie auf Platz vier. Aber es gab keine Spur von Ärger, dass es um nur 0,18 Sekunden nicht für den ersten Podestplatz reichte. „Ich freue mich brutal“, sagte die 23-Jährige und lächelte. „Ich wusste vorher ja nicht, wo ich stehe.“ Jetzt weiß sie es. Sie steht gut da – obwohl sie im ersten Durchgang noch „mit Handbremse“ unterwegs war. „Aber die hab ich dann gelöst, auch wenn der zweite Lauf auch nicht fehlerfrei war. Aber daraus lernt man. Einfach dranbleiben – vielleicht geht sich das Podium bald aus.“

Brunner ist aber klar, dass sie sich nicht zurücklehnen kann. „Es fehlen noch viele Verletzte, die bald einsteigen. Ich muss weiter hart arbeiten.“ Und Brunner offenbarte einen Baustein des Erfolgs: Im Sommer trainierte sie zwei Wochen mit dem Technik-Team der Herren rund um Manuel Feller, Roland Leitinger und Co. im Pitztal, lernte dabei. „Ich glaube, es würde uns generell nicht schaden, gemixter zu trainieren. Es ist eine Auffrischung, nicht nur fürs Skifahren, sondern auch freundschaftlich.“

Es war an diesem Tag aber eine kollektiv starke Leistung, die das ÖSV-Team gezeigt hat. Ricarda Haaser feierte etwa mit Platz elf ihr zweitbestes RTL-Ergebnis. „Es ist immer gut, wenn man weiß, man ist dabei. Mit Luft nach oben natürlich.“ Zumindest im zweiten Lauf hatte Bernadette Schild keine Luft mehr nach oben – die Salzburgerin fuhr Bestzeit, verbesserte sich damit um 14 Ränge auf Platz zwölf, ihr zweitbestes Ergebnis in dieser Disziplin. „Der erste Lauf war schlecht. Aber im zweiten Lauf habe ich gefühlt: So schwer ist es gar nicht, da passiert nichts. Das ist wichtig.“ Beeindruckend: Elisabeth Kappaurer bei ihrem ersten Rennen nach Schienbeinbruch als 13., auch Carmen Thalmann sammelte beim Comeback wie Landsfrau Kathi Truppe (18.) als 20. wichtige Weltcuppunkte.

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