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Der Gegner

Der Glaube an die eigene Stärke

Der heutige Co-Trainer Thiago erzielte vor 1799 Tagen einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Klaus Hartinger

Der heutige Co-Trainer Thiago erzielte vor 1799 Tagen einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Klaus Hartinger

Heute (18.30 Uhr) empfängt Austria Lusten­au den FC Liefering im Reichshofstadion. Nach drei Siegen in Folge wollen die Grün-Weißen ihre ungewohnte Serie fortsetzen.

Von Johannes Emerich

Exakt 1799 Tage ist es her, dass Austria Lustenau das letzte Mal vier Siege in Folge in der Erste Liga bejubeln durfte. Am 30. November 2012 bezwang das Team des damaligen Austria-Trainers Helgi Kolvidsson zum Abschluss der Herbstmeisterschaft mit einem 2:0-Erfolg den Kapfenberger SV und ging mit zwölf Punkten Vorsprung in die Winterpause. Das Ende der Geschichte über den Lustenauer Einbruch und den Grödiger Aufstieg ist bekannt und schmerzt die grün-weißen Fans noch immer.

Glaube. Heute – knapp fünf Jahre später – besteht die Möglichkeit, erneut vier Siege in Folge einzufahren. Der makellose Start von Gernot Plassnegger bescherte den Lustenauern neun Punkte aus drei Spielen und damit mehr als 40 Prozent aller bisherigen Saisonpunkte. Plassnegger hat es geschafft, einem zutiefst verunsicherten Team neues Leben einzuhauchen und seinen Spielern den Glauben an die eigene Stärke zurückzugeben. Das zeigte sich im Spiel am vergangenen Dienstag in Linz ganz deutlich. Nach gutem Start mit früher Führung verpassten es die Grün-Weißen, vor der Pause ein zweites Tor nachzulegen und kassierten unmittelbar nach der Pause prompt den Ausgleich. Zu Beginn der Meis­terschaft wäre die Mannschaft nach solch einem Nackenschlag eingebrochen und hätte die Führung wohl noch verspielt. Ganz anders am Dienstag, als die Austria ins Spiel zurückfand und sogar noch den Siegtreffer erzielte.

Kontinuität. Zudem vertraut Plassnegger einer Stammelf. In den drei Ligaspielen standen nur 13 unterschiedliche Akteure in der Startelf, wobei Jodel Dossou (Sperre) und Majeed Ashimeru (Verletzung) jeweils für eine Partie nicht aufgeboten werden konnten.

Der Einsatz des Ghanaers ist auch im heutigen Aufeinandertreffen mit dem FC Liefering noch nicht gesichert, zudem wird über jenen von Christopher Drazan erst nach dem heutigen Abschlusstraining entschieden. Ein Ausfall beider Offensivspieler wäre jedenfalls eine deutliche Schwächung, auch wenn Kürsat Güclü in Linz seine Sache im offensiven Mittelfeld gut gemacht hat.

Gute Nachrichten gibt es vom Trio Sandro Djuric, Joao Pedro und Paulo Victor. Die ehemals Langzeitverletzten standen am vergangenen Wochenende bei den Amateuren über den Großteil der Spielzeit auf dem Feld. Für Victor und Pedro scheint ein Einsatz in der Erste Liga dennoch sehr unwahrscheinlich, denn die sechs Ausländerplätze sind mit den Stammspielern Alexander Sebald, Pius Dorn, William, Jodel Dossou, Ronivaldo und Ashimeru (ers­ter Nachrücker ist Lucas Barbosa) belegt. Djuric hingegen könnte schon heute seine Premiere im Austria-Kader feiern.

<p class="caption">Samuel Tetteh erzielte am Montag gegen Wacker den Siegestreffer. Gepa</p>

Samuel Tetteh erzielte am Montag gegen Wacker den Siegestreffer. Gepa

<p class="caption">Nicolas Meister traf in Prag zum 4:1.  Gepa</p>

Nicolas Meister traf in Prag zum 4:1.  Gepa

Zwei Teams für Europa und den Rest

In der vergangenen Saison holte sich die U19-Mannschaft des FC Salzburg sensationell die Trophäe in der Youth League (der Champions League für Jugendmannschaften). Heuer strebt das Team, das zum größten Teil aus Spielern des Schwestervereins FC Liefering besteht, die Titelverteidigung an. Am vergangenen Mittwoch feierte die Elf, die von ­Liefering-Teamchef Gerhard Struber und Holger Bachthaler (der ein Kandidat für die Chabbi-Nachfolge auf der Austria-Bank war) betreut wird, einen überzeugenden 4:2-Erfolg im Achtelfinale der Youthleague gegen Sparta Prag.

Nun werden wohl jene Akteure, die bereits am Mittwoch über die volle Distanz im Einsatz waren, im Reichshofstadion nicht in der Lieferinger Startelf stehen. Aufgrund des qualitativ und quantitativ hochwertigen Kaders der Red-Bull-Talenteschmiede ist allerdings nicht davon auszugehen, dass die heutige Aufgabe für Lustenau eine einfache wird. Das musste am Montag auch Innsbruck erfahren. Gegen die Tiroler verstärkten sich die Salzburger mit den Bundesligaspielern David Atanga und Samuel Tetteh und siegten mit 1:0.

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