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Altach hat ein Standard-Problem

Die Laufwege stimmen laut Trainer Schmidt, doch die Bälle in den Strafraum erreichen die freien Spieler nicht. GEPA

Die Laufwege stimmen laut Trainer Schmidt, doch die Bälle in den Strafraum erreichen die freien Spieler nicht. GEPA

Nur einen Treffer haben die Rheindörfler in der Bundesliga aus einem ruhenden Ball erzielt. Platzt der Knoten heute (18.30 Uhr) gegen den LASK?

Von Sebastian Rauch

Es sollte eine der großen Stärken des SCR Altach werden. Standardsituationen. Mit Thomas Hickersberger holten die Verantwortlichen der Rheindörfler im Sommer ein angebliches Mastermind in Sachen ruhender Ball nach Vorarlberg. Das bestätigte noch zu Saisonbeginn Trainer Klaus Schmidt, der meinte, niemand in Österreich würde sich ausgiebiger mit Standardsituationen beschäftigen als sein Co-Trainer.

Nur ein Tor. War das zu Beginn der Saison, sprich im Europacup, noch durchaus erkennbar, so haben die Altacher in dieser Hinsicht ordentlich an Klasse eingebüßt. Denn in 13 Bundesliga-Runden kommen die Rheindörfler auf gerade einmal einen Treffer aus einem ruhenden Ball. Ein direkter Freistoß, wohlgemerkt. Keine einstudierte Variante, sondern einfach dem Können von Mittelfeldspieler Kristijan Dobras geschuldet, der das Spielgerät gegen den WAC mustergültig über die Mauer ins Tor schlenzte.

Ansonsten haben die Altacher aus ihre vielen indirekten Freistoßmöglichkeiten oder Eckbällen kein Kapital schlagen können. Besonders in den letzten Bundesligaspielen gegen WAC und Salzburg sowie im Cup gegen Sturm Graz fiel die Harmlosigkeit auf. Kein Ball zur Mitte sorgte auch nur annähernd für Gefahr. Meist waren die Hereingaben zu tief, wodurch die gegnerische Verteidigung leichtes Spiel hatte, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu bugsieren.

Darin sieht auch Trainer Klaus Schmidt das große Problem. „Wir waren zu Beginn der Saison durchaus gefährlich, jedoch haben wir in der einen oder anderen Situation auch unglücklich agiert. Das Hauptproblem sind derzeit einfach die Schützen, die den Ball nicht gut in den Strafraum bringen“, sagt der Steirer und spricht damit auch indirekt Dobras an, der zuletzt die meis­ten Freistöße getreten hat.

Laufwege stimmen. In der abgelaufenen Trainingswoche standen Standardsituationen ganz oben auf dem Übungsplan. Auch um den Schützen mehr Sicherheit zu geben. „Sie wissen, dass die Bälle nicht gut kommen. Nutz und Dobras, die zwei, die die meisten Corner schießen, sind sehr kritisch mit sich selbst und auch nicht zufrieden. Wir haben in dieser Woche viel in Offensivstandards investiert.“

Die prinzipiellen Varianten sind für Schmidt jedoch zielführend. Kritik an Hickersberger lässt er trotz der mageren Ausbeute nicht aufkommen. Die Laufwege würden stimmen, wie er in den Videoanalysen immer wieder bestätigt bekommt. „Teilweise stehen die Spieler wie zum Beispiel Netzer komplett frei, jedoch kommt der Ball nicht bis zu ihnen. Die Burschen arbeiten extrem konzentriert an der Sache und versuchen, die Vorgaben, die sicher gut sind, umzusetzen. Es ist für mich eine Frage der Zeit, bis wieder mal ein Tor fällt“, spricht Schmidt seinem Co-Trainer weiterhin das Vertrauen aus.

Ob die Zeit bereits heute gegen den LASK gekommen ist, traut sich der Steirer nicht zu sagen. Die Oberösterreicher wären laut Schmidt bei Standards extrem sicher, vor allem durch Spieler wie Pogatetz, Ramsebner oder auch Trauner. Dennoch gibt der 50-Jährige die Hoffnung nicht auf, dass seiner Mannschaft endlich in der Bundesliga in Sachen Standards der Knoten Platz. Es wäre höchste Zeit.

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Siege gab es für die Altacher in Heimspielen gegen den LASK. Drei Unentschieden und einen Sieg der Linzer sahen die Vorarlberger Zuschauer in vier Bundesliga-Spielen gegen die Oberösterreicher.

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