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Liefering zeigt die Grenzen auf

Spiel­bericht. Vor 2300 Zuschauern unterlag Austria Lustenau dem FC Liefering im Reichshofstadion mit 2:4 (1:1). Nach gutem Start der Grün-Weißen setzten sich die Gäste dank ihrer größeren Klasse verdient durch.

Von Johannes Emerich

Exakt dieselbe Elf wie gegen BW Linz bot Gernot Plassnegger in seinem zweiten und vorerst wohl letzten (siehe rechts) Heimspiel gegen den FC Liefering auf. Zu Beginn war den Grün-Weißen ihr großes Selbstvertrauen nach drei Siegen in Folge anzumerken. Bereits nach 61 Sekunden tanzte Ronivaldo seinen Gegenspieler Maximilian Schuster aus und zwang Torhüter Carlos Coronel zu einer Glanzparade.

Nur fünf Minuten später war wenig vom Glanz des Liefering-Keepers übrig. Der Brasilianer faustete einen Freistoß von Pius Dorn direkt vor die Füße seines Landsmanns William. Austrias Abwehrchef ließ sich nicht lange bitten und hämmerte den Ball zur Führung in die Maschen. Einen ersten Schock erlitt die Austria, als Ronivaldo an der Auslinie verarztet werden musste (17.). Doch Lustenaus Top-Torjäger humpelte auf den Rasen zurück und konnte das Spiel fortsetzen. Kurz darauf verlor Jodel Dossou den Ball fahrlässig im eigenen Strafraum an Enock Mwepu, doch Romano Schmid traf dessen Querpass nicht richtig. Die Austria schien weiter die Kontrolle über das Spielgeschehen zu haben und drückte die Gäste tief in deren Hälfte.

Umschaltspiel. Wie schnell diese Offensive zum Bumerang werden kann, bewiesen die Salzburger nach 34 Minuten. Mwepu eroberte die Kugel wenige Meter vor dem eigenen Strafraum und schickte unmittelbar darauf Patson Daka per Traumpass auf die Reise. Mit diesem schnellen Umschalten hatte Christoph Kob­leder nicht gerechnet, wodurch Daka völlig alleine vor Alexander Sebald stand und sehenswert per Lupfer den Ausgleich erzielte (34.). Liefering erwachte nun aus dem Tiefschlaf und ließ zunehmend Ball und Gegner laufen. Dennoch hatten die Hausherren die beste Möglichkeit vor der Pause, aber Dossou jagte eine Ablage von Ronivaldo Richtung Seniorenhaus Schützengarten (45.).

Überlegenheit. Auch nach der Pause sorgte zunächst eine Aktion vor dem Tor der Gäste für Aufregung. Doch Schieds­richter Christian-Petru Ciochirca ließ sich nicht von einer plumpen Schwalbe des schwachen Chris­topher Drazan täuschen (47.). Anschließend zeigte Liefering seine fußballerische Klasse. Bei den schnell vorgetragenen Angriffen über viele Stationen blieb den Hausherren nur die Zuschauerrolle. Zu präzise und technisch stark präsentierten sich die Gäste. Zunächst blieben Chancen von Daka (48.) und David Atanga (49., 58.) ungenutzt, doch die Gäste-Führung war nur eine Frage der Zeit. Nach 68 Minuten war diese abgelaufen und Joker Dominik Szoboszlai vollendete einen Konter im direkten Anschluss an eine Austria-Ecke mit viel Übersicht zum 2:1. Doch mit der Führung gaben sich die Jungbullen nicht zufrieden und erhöhten innert drei Minuten durch Mwepu (77., nach einer Kombination durch die gesamte Austria-Defensive) und erneut Szoboszlai (80., Weitschuss) auf 4:1. Damit war die Partie im Lustenauer Reichshofstadion entschieden. Die Hausherren bewiesen jedoch Moral und wollten zumindest einen zweiten Treffer erzielen. Dossou misslang dieses Ansinnen zunächst, weil dem Beniner jegliche Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor fehlt (82.).

Besser machte es Daniel Sobkova, der einen Elfmeter sicher zum 2:4 verwandelte (87.). Zuvor war der eingewechselte Majeed Ashimeru nach einer leichten Berührung im Liefering-Strafraum zu Fall gekommen.

Arbeit in der Pause. Die Niederlage beendete den kurzen Höhenflug der Austria und zeigt, dass in der Länderspielpause viel Arbeit auf Gernot Plassnegger wartet. In zwei Wochen treffen die Grün-Weißen auf den TSV Hartberg, der zehn Punkte vor den Lustenauern auf dem angestrebten dritten Platz liegt.

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